Der Letzte seines Stammes: Mamsell Philippinens Philipp
Fanny Lewald
Kapitel 13

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. Kapitel.
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Nur wenige Tage nach ihrer Vorstellung bei der z
Königin saß die Gräfin eines Mittags in ihrem Boü- H
doir, als man ihr die Marquise meldete, und noch ehe F
fie Zeit gehabt hatte, dem Diener eine Antwort zü F

ertheilen, trat dieselbe bei der Gräfin ein.
,Verzeihen Sie mir, meine theuere Gräfin! sagte J
sie, ,daß ich so ohne alle Umstände bei Ihnen er- F
scheine. Wir, die wir unsern Gebietern treu geblieben Z
find, haben uns eben hier, sehr wider unsern Willen, g
wie ich Sie versichern kann, von denjenigen unserer F
Sitten lossagen müssen, welche das sogenannte Volk
in seiner sogenannten Gesellschaft nicht anzuerkennei
für gut befindet.=- Sie lachte und fügte mit erkün-
steltem Nebermuthe hinzu:,Kommt und geht man
doch jezt auch in den Zimmern der Majestäten mit
liebenswürdiger, bürgerlicher Freiheit und Ungezwun-
genheit. Also Vergebung, liebe Gräfin, und sehen Sie
einen Beweis der Freundschaft darin, daß ich Ihnen
heute gleich ganz neidlos mein neuestes Promenaden-
costüme vorzuführen komme.!
Sie bot Veronika dabei die Hand und warf sich
dann nachlässig in eine der Bergeren, so daß ihre
hübschen Füße mit den hohen Hackenschuhen sichtbar

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F wurden, die unter dem engen Neberrock, welcher nach
, der neuesten Mode einen männlichen Zifchnitt hatte
j! und den Pelerinen-Röcken der englischen Stuzer nach-
j' gebildet war, hervorguckten. Der kleine Hut mit der
j, stehenden und von einem Bouquet gehaltenen Feder
j, saß ihr dabei leicht auf einer Seite des Kopfes, und
j sie spielte, während sie sprach, mit dem hohen Spazier-
j stock, den auch die Damen zu tragen begonnen hatten,
I, seit sie sich häufiger als bisher auf ben öfentlichen
F dromenoden zu zeigen liebten.
! Die Gräfin, welche auf ihren Landsizen in Grau-
ß bünden nicht Gelegenheit gehabt hatte, das allmäliche
Z Etstehen dieser Mode zu beobachten, fand sie in ihrer
Z ganzen Znsammenhangslosigkeit sehr abgeschmackt, und
F sie mißfiel ihr doppelt durch die herausfordernde unr
z ar:
s es mußte, für ihren Besuch, aber Franziskä bemörkte
f es, daß sie der Gräfin nicht gefiel, uns mit aller der
F Keckheit, welche bei ihr das Zeichen mmangelnden Ehr-
s gefühls und eines öden Herzens wwar, richtete sie sich
! ein wenig aus ihrrer halbliegenden Srellung auf,
F faßte ihren Spazierstock in beide Hände, stellte ihn
Z vor sich hin, und den Kopf daran lehhnend, sah sie
! plözlich gedankenwoll vor sich nieher, s, daß die Grä-
F fin, an das gleichmäßige Betragen wükdiger Krauen

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gewöhnt, sich i die Weise ber Marguise kaum zf
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finden wußte.
Als diese ihr Haupt dann erhob und ihre AugeEP
auf die Gräfin richtete, dünkte es dieselbe, als habe ß
sie nicht mehr jene glänzende Erscheinung vor siäh ß
welche eben so geräuschvoll und zuversichtlich bei ck
eingetreten war. Franziska's Stirn hatte sich vesF
düstert, ihr Auge bewölkt, chre Miene drückte Traue? F
aus, und sich von ihrem Plaze erhebend, machte stk

Anstalt sich zu entfernen.
De Gräfin fühlte ein inneres entschiedenes Ab- F
mahnen gegen die Marguise, aber fie war in diesei F
Augenblick ihr Gaft, und die Befürchtung, fie verlezt 1
zu haben, gab Veroinlka die Frage ein, was Iene zu
so eiliger Entfernung bewege. ,Sie hätten nlct j
kommen sollen, Fran Marquise, sagte sie verbindlich, F
,wenn Sie genöthigt waren, mich augenblicklich wie- F
der Ihre Gesellschaft entbehren zu lassen.!
Es war das eine Redeform, Franziska aber griff F
dieselbe auf. IFreilich, ich hätte nicht kommen sollen!'' F
wiederholte ste; ,aber wollen Sie es mir verargen, j
Frau Gräfin, wenn ich bes Glaubens lebte, daß die j
Gattin des Grafen Joseph von Rottenbuel, die Er- F
wählte des großmüthigsten Mannes, den ich je gekannt, F
ihm ähnlich sein müsse in der Tugend vertrauensvoller
Herzensgröße?

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e Eine tiefe Röthe überzog der Gräfin Antliz, und
E, gelassen, wenn schon im Tone der Abwehr, entgegnete
sie: ,Zürnen Sie mir nicht, wein ich diesem Anruf
ki nicht so würdig, als ich sollte, zu begegnen vermag.
F Ich war-- sie zögerte auszusprechen, was sie dachte,
ss, änd während sie nöch mit sich zu Rathe. ging, öb sie
s besser thue, ihr wahres Empfindeit zutück zu halten
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oder es kund zu geben, trat der Graf herein. -
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Zum ersten Male, seit Verönika ihn kannte; war
seine Ankunft ihr unerwünscht. Nicht baß sie Miß-
trauen oder gar Eifersucht gegen ihren Gatten in sich
getragen hätte, es verdroß sie mur, der Marauise
durch ihre zurückhaltende Unentschlossenheit einen Vor-
theil über sich eingeräumt zu haben, den Franzidka
mit begieriger Schnelligkeit für sich zu benuzen eilte.
Willkommen, Graf! rief sie ihm entgegen, ,und
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dreimal willkommen, obschon es eigentlich dem Gaste
nicht zusteht, den Herrn des Hauses in solcher Weise
zu begrüßen. Aber Sie find mir, in diefen Mvmente
mehr als Sie selbst, Sie sind mir ein Zeichen des
Himmels, denn nun bleibe ich hier!?- Sie legte
Ihren Stock fort, zog ihre Handschuhe ab und sezte
sich noch einmal auf ihren frühern ßlaz nieder, als
habe fie vor, es sich für eine längere Zeit beuem zu
machen. Sie beachtete dabei kaum die verbindliche
Begrüßung des Grafen oder das Erstaunen seiner

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Rrau. Sie schien nur mit sich selbst beschäftigt, von Z
einer Gedankenreihe hingenommen, für deren Mitthei- F
lung sie die rechte Form noch nicht gefunden hatte, Z
denn sie begann zu sprechen, hielt nach den ersten Z
Worten inne, hub dann noch einmal an, verstummte Z
wieder nnd sagte darauf schnell und lebhaft, als müsse 'F
sie sich Gewalt anthun, um nicht abermals von ihrem
Unternehmen zurück zu schrecken:,Als ich vorhin zu
Ihnen kam, theuere Gräfin, geschah es mit einer ganz
bestimmten Absicht, die auszuführen Ihr Empfang
mich hinderte; und ich war eben daran, meinen Vor-
satz aufzugeben, als ich mit jenem Aberglauben, um
dessenwillen Sie, Graf Joseph, mich so oft verspottet
haben, den Himmel anflehte, mir ein Zeichen zu geben,
das mich belehrte, wofür ich mich entscheiden solle;
ob ich gehen und dies Haus für immer meiden, ob
ich bleiben und versuchen müsse, auf den Trümmern
einer unheilvollen Vergangenheit einen Neubau und
in ihm vielleicht eine Zuflucht für uns Alle aufzu-
richten.!
Sie hatte das mit großer Wärme gesprochen,
schöpfte Athem und fügte dann mit einer freudigen
Bewegung hinzu: ,Sie traten ein, Graf Joseph,
nun wußte ich, was mir zu thun oblag!! und ihre
Hände dem Grafen und seiner Gattin reichend, rief
fie:,Ich bleibe, ja, jezt bleibe ich!r
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T Wer an ein natürliches und einfaches Handeln ge-
F wöhnt ist, kommt selten in die kage, große Erklärun-
Z gen zu machen, besondere Auftritte herbei zu führen,
g uüd hat deshalb eine Abneigung gegen die billigen
s Gefühlserregungen, mit denen unwahre und herzlose
z( Menschen sich ebenso vor deni eigenen Bewußtsein
F als vor ihrer Umgebung aufzuschminken lieben. Es
war daher nur eine nothwendige Folge ihrer Natur,
ä daß Veronika sich von. der Marquise an jenem Mittage
ß noch mehr als früher zurückgestoßen fühlte, und ihre
P Mißempfindung wurde durch die Bemerkung nicht ver-
F ringert, daß der Graf in dem Betragen von Fran-
z ziöka nicht eben etwas Unangemessenes oder Anffallen-
F des zu finden schien. Er versicherte ihr mit herkömm-
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licher Galanterie, daß er es ihr nicht verziehen haben
würde, hätte sie ihn nicht erwarten wollen, aber sie
wehrte diese Zuvorkommenheit entschieden von sich ab
und sagte:,KKeine Unwahrheit meht; mein theurer
Freund, wo mir gar nichts obliegt, als der Gräfin
die Neberzeugung zu geben, daß Niemand Ihr Glück,
mein Freund, mit größerer Genugthuung zu würdigen
weiß, als eben ich, welche es einst so leichtsinnig ver-
schmähte, die glückliche Urheberin dieses Glückes zu
werden!! - Und die Hand der Gräfin nochmals in
die ihre schließend, sagte sie saift und ernst:; WVer-
trauen Sie mir, meine theuere Gräfin, glauben Sie

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mir, daß Sie für Ihren Frieden, für die Liebe Ahess
Gatten nichts zu fürchten haben. Das Leben Lai
mich über meine Irrthümer furchtbar genuug aufge!
klärt!r'
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Beronika war blaß geworden, des Grafen ganß
Haltung veränderte sich, auf seiner Stirne brauniej
das Roth des Zornes. ,Es giebt Voraussezungeßp (
Frau Marauise, sagte er mit eisiger Kälte, ,welche F
man nicht machen darf, ohne demjenigen eine Belel? F
digung zuzufügen, aut den sie sich beziehen. Als icZ
es wagte, der Gräfin meine Hand und meinen Namäi F
anzutragen, wwußte ich, daß sie von meinen Erinneruw? F
gen an die Vergangenheit für ihren Frieden nichts zu Z
besorgen hätte; und was einst -?
,Hören Sie mich, Joseph! eief die Marguise, die F
troz ihrer Schminke ihre leidenschaftliche Empörung
über diese Zurückweisung kaum verbergen konnte.
,Hören Sie mich, Joseph! Wir leben in Paris,
nicht in den Wäldern Ihrer Heimath, und es gilt hier
mehr als die Befriedigung einer Gemüthsaufwallung.
Wir stehen auf einem Punkte, auf dem wir weithin
fichtbar find. Der kühle Empfang, den die Gräfin
mir neulich in den Gemächern der Königin bereitet,
als ich ihr so arglos und frendig enkgegenkam, ist auf-
gefallen. Man hat ihn besprochen, beurtheilt, man
hat darüber gelächelt. Sollen wir =-?
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j? .a Nauisetr et »= Geef ge l bo Rev-,
g P.as geht zu weittr'
z, Aber Franziska beachtete das nicht. ,Sollei wir
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s sdas Gespött des Hofez werden, fuhr sfee fort, ,lollen
s (woir den Aluch des Lcherlichein aEf uns laden, bo es
P fhe unsere Hand gegeben ist; unsge Vetgangenheit z
F jrechtfertigen, indem wir uns die Anerkemnung unserer
j s Kieundschaft für alte Zukunft zu erwerben suchenr
ßs -,Schouen Sie mich, Fraü Marquise!? ekef Veeo-
s, nikä, ,oder erlauben Sie mnir, daß ich mich entferne.r?
l - ,Nein, Veronika, Du ileibst!r befahl der Graf.
( ,Was die!Frau Marquise und ich noch mit einander
Z gemmeinfann haben, das gehört auch Dir, nein theueres
l Weib! das sollst und mußt Du hörent!
f! ,Gewiß, gewiß! stimmte Franziska ihm bei, und
P fchnell sprechenb, als wollte sie die Gebüßd ihner Hörer
s! nicht ermüden, sagte sie: ,Ich weiß, daß Grf o-
j seph nicht. der Mann ist, ein Geheimnüiß vor' der Frau
,l zu haben, die seinen Namen trägt, der er seine Ehte
F, anvertraut hat. Eben darum aber mtöchte ich nicht
F - es ist die einzige Vergütung, die ich Ihnen, mein
F theurer Freund, für all den Kumnmer ünd die Leiden
z bieten kann; welche meine Verblendung und meine
F Irrthümeb über Sie verhängten- ebewidärum möchte
, ich nicht, daß ein unbegründetes Mißttanen der Grä
fin die Welt berechtigte, uns nöch jezt für schnldig


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zu halten! Ich kam, um Sie zu bitten, Gräfin, veeF
trauen Sie mir, erkennen Sie die Freundschaft änZ
die ich noch heute über Mlles Vergangene und Veö-
gessene hinaus für Graf Joseph in meinem Herzet's
fühle, und die ich Ihnen biete. Ihr Leben war ein-F
fach, Sie waren immer glücklich, Gräfin! Es stF
Großmuth, die ich von Ihnen fordere=-
Veronika, die vor Zorn und Kränkung Thränet
vergoß, schüttelte verneinend das Haupt, der Graf,
hatte sie in den Arm genommen. ,Weine nicht, Ve-ß
ronika!'' bat er, ,die Märguise kennt die Liebe, kennt F
das Vertrauen nicht, die uns verbinden; weine nichtlr
Aber als hätte es nur des einen Wortes bedurft, P
um die ganze Stimmung Franziska's umzuwandeln, F
so heftig fuhr sie empor ,O! rief sie, indem sie F
beide Hände vor das Gesicht schlug, o! also auch das P
Lezte mußtest Du mir rauben !'- Sie legte das
Haupt auf den kleinen Tisch, der an ihrer Seite stand,
und fing leidenschaftlich zu weinen an.
Der Vorgang war für beide Gatten ein äußerst
peinlicher, der Graf besonders befand sich in einer
sehr widerwärtigen Lage. Er wünschte Veronika zu
beruhigen, und Franziska schien Trost von ihm zu
erwarten. Wie gern er seine Gattin auch vor dieser
Scene behütet hätte, fühlte er doch, daß er sie nicht
entfernen dürfe, ohne ihr Veranlassung zu einem
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zZweifel an seiner Wahrhaftigkeit und Ursache zum
tMißtranen zu geben
F Er trat zu' der Marquise hin und sprach ihr ernst-
haft zu. Er hielt ihr ruhig vot, daß er ihr Ales
F verziehen habe, wwas er um sie gelitten, daß er sich in
F Frieden mit sich selbst und in einer glücklichen Ehe
F befinde, die er nicht ftören, nicht äntastei lassen werde.
FFr sagte, daß er gehofft hätte, auch sie verändert und
F beruhigt zu finden, daß die Zeit nicht dänach gemacht
s sei, sich in eigensüchtigen Herzenserregungen zu ver-
l zehren, sondern daß man die Aufgabe habe, sich zu
f, sammeln, um alle Kraft und Fähigkeit dem Dienste
s des unglücklichen Herrscherpaares zu widmen, das in
j, seinen Rechten auch die Rechte und Vorrechte des
Adels und der Befizenden vertrete.
Die einfache Würde, mit welcher er zu ihr redete,
schien auf die Marquise Eindruck zu fnachen. Sie
hörte allnählich zu weinen äuf, lieh ihi Ohr schwei-
gend seinen Worten, und nachdem' ihre Züge mehr
und mehr den Anstrich ernster Sanmlung angenom-
F, men hatten, erhob sie sich zögernd von ihrem Size.
gh Sie hatte das Ansehen eines Menschen, der, von schwe-
t rem innerem Kampfe ermattet, nur mühsam Herrschaft
gF über sich gewinnt. Es dünkte den Gtafen, öbschvn
z; er in diesem Augenblick gar nicht in der Verfassung
wnar, auf die Schsnheit der Marguise'zu achten, als

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habe er sie nie anmuthiger, nie einnehmendir geseseSß
als eben jezt, da ihr. Feuer gedämpft, ihre Kraft g;
brochen, ihre Selbstgewißheit vernichtet zu sein schletß
Langsam, mit erschspfter Miene, näherte sle si
der Gräfin. ,Verzeihung, Gräfin!r sagte sie atk
,Es ist ein Arrthum meines Verstandes, kein nebes
wvllen meines Herzens, für das ich hier ihre Vetgesß
bung fordern mnnß. Ich vergaß, daß es ein tnreclst
giebt, welches uns alle Aussicht auf seine Sühne, lles
Aussicht raubt, es zu vergüten oder es durch Anderess
vergütet zu, sehen. Sie haben nicht die Pflicht, groß
müthig gegen mich zu sein! Die Liebe des Grafeü F
ist Ihr wohlverdientes Eigenthum, was kümmert Sie's
die Unglückliche, welche dies kostbare Gut einst vsü ß
sich stieß, welche Jahre lang die treuste Hingebung, F
das liebevollste Vertrauen zu täuschen vermochte, welche F
Jahre lang ihr frevles Spiel mit einem Herzen triel F
das ihr gehörte, ihr allein!r
,Frau Marquise, schonen Sie mich!' bat Veronikk F
mit flehender Stimme, und auch der Graf versuchte, !
den Bekemntnissen Franziska's Einhalt zu thun, aber h
die Wirkung, welche sie auf ihn hervorbrachten, war (
doch eine andere, als diejenige, welche sie auf die h
Gräfin machten. Auch brach die Marquise plözlich, Z
auf des Grafen Mahnung, ihre begonnenen Geständ-
nisse ab. Das melancholische Lächeln schwand aus !

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LGeen Mienen, ihr Antiiz hellte sich auf, man sah, dos
Fsie sich Gewalt anthat. Sie schaute mit einem Blicke
Fin dem Gemach umher, als wolle sie sich seine Ein-
zelheiten einprägen, reichte dann dem Gräfen die Hand
Fund sagte: ,eben Sie wohl mein Freid! ich habe
eJiezt die Stätte des Glückes und des Frisdens gesehen,
Fdn der Sie Trost gefunden für die Seien, welche ich
Fübee Sie verhängt Ich weiß jezt, dcß ich diese
FStätte nicht wieder betreten, daß ich Sie selbst, mein
(Freund, niemals anders als in den kalten Eirkeln der
hGefellschakt wiedersehen datf, dn es mrir nicht gelingt.
Fber Gräfin das nöthige Vertrauen zu mir und zu
F8hnen einzuflößen, da die Gräfin mir ihre und ihres
-Getten Freundschnft, die ich mir zu vetdienen wünschte,
s nicht vergömnt.
s Sie verneigte sich mit erzwungener Zurückhaltung
Pund ging hinaus. Der Graf gab ihr ebenso schwei-
Hs, aend und zurückhaltend vas Gebeit, um bor der Die-
e' nerschaft kein Aufsehen zu erregen.- Veronika äber
H warf sich mit einem nnterdrückten Auffchrei in den
S Sesset nieber.
T ,D, ich hasse sie!'' eief sie bitter und schmerzlich.
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gz -I hasse sie, die ihn um seine Jugend hetrogen hat!
F- Und sie wird mein Glück zerstören und dad seine!?

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