Von Geschlecht zu Geschlecht. Roman in zwei Abtheilungen. Neue, von der verfasserin veranstaltete, revidirte Ausg.
Fanny Lewald
Kapitel 28

Eilftes Capitel.
Fas Zerwürfniß zwischen dem Präsidenten und seiner
Freundin war ein unheilbares geblieben, aber die Kriegsräthin
hörte, als eine kluge Frau, bald auf, dies zu beklagen. Sie
behauptete, in ihres Mannes Freundschaft Ersatz zu finden,
und die Leute waren geneigt, ihr dies zu glauben. Sie erschien
nicht mehr so oft allein in der Gesellschaft und an öffentlichen
Orten, Herr Weißenbach verlegte sein Arbeitszimmer neben ihre
Wohnstube, und wenn er sich gegen Herrn Flies auch häufig
darüber beschwerte, daß es ihm gar zu viel Zeit und Geld
koste, beständig den Begleiter seiner Frau zu machen, so mußte
er doch seine Gründe haben, sie nicht mehr wie früher sich
selber zu überlassen.
Im Uebrigen änderte das Fortbleiben des Präsidenten in
der Lebensweise der Familie nichts, bis kurz vor dem Heran-
nahen eines neuen Jahres der Kriegsrath einmal eine lange
und geheime Unterredung mit seinem Hausherrn gepflogen hatte.
Was dabei verhandelt worden war, darüber sprachen beide nicht;
es fiel aber den Freunden der Kriegsräthin auf, daß sie von
Neujahr ab ein paar Zimmer ihrer Wohnung an den Architet-
ten überließ, den sie in der Familie ihres Wirthes kennen ge:
lernt hatte.
Jeder, der es von ihr hören wollte, konnte jetzt von der
Kriegsräthin vernehmen, wie erwünscht die Gesellschaft eines
Mannes von Herbers Namen und Bildung ihr für ihre stille

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Häuslichkeit dünke; aber sie war jetzt eben so wenig als früher
in der Lage, sich den Anforderungen ihrer weit verbreiteten
Geslligteit zu entziehen, und Herbert hatte es auch nicht auf
den Umgang mit der schönen Laura abgesehen, als er sich für
ve Wohnung entschied, welche sie zu vermiethen wünschte.
Seit er, bei seinem ersten Verweilen in der Familie Flies,
Seba's Zusammenbrechen bei der Erwähnung der sündhaften
Wete des Grafen Berka erlebt, hatte sich Herbert überzeugt
gehalten, daß sie selbst der unglückliche Gegenstand jener Wette
gewesen sei. Er war bald wieder in das Haus gelommen,
üch, wie die Höflichkeit es forderte, nach ihrem Ergehen zu er-
hmdigen, und ihr tiefes, stilles Seelenleid hatte ihr sein männ-
lchss Mitleid gewonnen. Fern von jener Neugier, die für den
Lidenden so quälend ist, weil sie für ihn die Nothwendigkeit
de Selbstbeherrschung steigert, behandelte er sie mit der Voraus-
iung, daß sie unglücklich sei, und die vorsichtige Weise, mit
de er ihrem trüben Sinne hier und da eine freundliche Vor-
klung unterzuschieben wußte, bot ihr durch eine lange Zeit
das einzige Labsal, für das sie empfänglich war. Er muthete
ihr nicht zu, sich des eigenen Daseins zu erfreuen, er verlangte
niemals, daß sie von sich spreche; aber er erzählte ihr von
Anen Reisen, von seinen Erlebnissen, von seinem Aufenthalte
auf Schloß Richten und in Rothenfeld; und, herzenskundig
dutch den eigenen Schmerz, errieth sie, was er ihr nur zogernd
zadertraute: den Zwiespalt, unter dem er sich zwischen der
Vräfin und Eva bewegt, die Kränkung, welche er erfahren
otte, und die Ueberwindung, die es ihn jetzt kostete, so oft er
oeh Richten gehen mußte. Daß er nicht völlig mit sich einig.
auch er noch ein in seiner Entwicklung Begrifener war,
Iachte ihn Seba nur noch werther. Wenn sie ihn ermuthigte.
Vch sie sich selber damit Muth ein; wenn sie sich gelegentlich s
Ntitern strebte, erheiterte dieses Bestreben sie selbst, und wen

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sie, erhoben von dem Gedanken, daß sie einem Andern, einem
edlen jungen Manne doch noch etwas zu leisten und zu sein ver-
möge, sich einmal freier gehen ließ, so ward er für seinen selbss-
losen Antheil an ihr, durch den Einblick in ein liebevolles, reiches
Herz belohnt, das glücklich zu sein verdiente und sich doch des
Rechtes, es jemals zu werden, für verlustig hielt.
Wie man nach langer, schwerer Krankheit mit Rührung
aufs Neue ins Leben tritt und mit zagendem Erstaunen wieder
die ersten Schritte wagt, so bewegt fühlte sich Seba, nachdem
sie zu dem Entschlusse gelangt war, sich aufzurichten, um ihrer
Eltern, um des fremden Knaben willen. Alles erschien ihr
neu. Die Zärtlichkeit ihrer Eltern dünlte ihr größer, als je
zuvor, denn sie nannte sie ein unverdientes Glück, dessen sie
sich würdig machen müsse. Sie erschrak vor der langen Reihe
von Tagen, die sie in ihrem dumpfen Schmerze verloren; sie
hatte sie den Eltern entzogen und mußte diese dafür entschä-
digen. Jede Stunde wurde ihr werth, jeder Tag kostbar, denn
es galt, eine Schuld der Dankbarkeit zu zahlen, Liebespflichten
zu erfüllen und dem Lebenszwecke zu genügen, den sie sich in
der Erziehung Paul's gestellt hatte.
Wenn die Mutter ihre Freude darüber aussprach, daß der
Blick der Tochter sich erhelle, wenn der Vater es mit Genug-
thuung bemerkte, daß sie sich wieder mit erhöhtem Eifer ihren
früheren Beschäftigungen und Studien überließ, und wenn beide
geneigt waren, diese glückliche Wandlung auf Herberi's Einfluß
zu schieben, so pflegte Seba Paul an sich heranzuziehen und
mit ihrem schwermüthigen Lächeln freundlich zu sagen: Ih
weiß wohl, wie viel Ermunterung ich Herbert schulde, aber daß
ich für dieselbe empfänglich geworden bin, das danke ich dem
Paul. Ich habe ihn an Kindesstatt angenommen und er muk
doch ein gutes Beispiel an mir haben! Man nahm das für
einen Scherz, freute sich, daß Seba wieder scherzen mochte,

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und hinderte sie nicht, den Knaben so viel als möglich in ihrer
Nahe zu haben, der still und ernsthaft, wie er sich von Anfang
an erwiesen, zwischen seiner Beschützerin und ihrem Freunde
Herbert heranwuchs.
Er war keines der Kinder, die durch geitreiche Einfalle
überraschen, durch lebhafte Gefühlsäußerungen für sich ein-
nehmen, aber er beobachtete scharf, und weil er in dem Hause
seiner Pflegeeltern niemals eine besondere Anregung zum Aus-
sprechen seiner Gedanken erhalten, hatte er schweigen, sich be-
herrschen und seine Eindrücke in sich festhalten gelernt. Ohne
ein Wort davon kund zu geben, ohne danach zu fragen, hatte
er sich auf seine Art eine eigene Vorstellung davon gebildet.
daß eine Aehnlichkeit zwischen dem Schicsale seiner Muter und
dem Schicksale Seba's obwalte, daß Graf Berka Seba eben so
unglücklich gemacht habe, als der Freiherr von Arten seine
Mutter, und wenn er auch nicht völlig verstand, was seine
Beschützerin damit meinte, daß sie ihm ihre Wiederherstellung
vedanle, so wußte er doch, daß seine Liebe ihr wohlthue, daß
er die Macht habe, ihr Freude zu bereiten, und daß er Nie-
manden lieber habe, als sie.
Er war fleißig, weil Seba ihn dann belobte; er lernnte
die lebenden Sprachen gern und schnell, weil sie ihn darin
unterrichtete, und unmerklich, wie unser ganzes Denken und
Thun auf die Kinderseelen einwirkt, prägten sich ihm die Vor-
kellungen und die Anschauungsweise der Personen ein, denen
ar seine Liebe zugewendet hatte.
Er hörte in der jüdischen Familie über die Vorurtheile
sagen, welche die Menschen von einander halten, er hörte den
ochmuth und die Anmaßungen des Adels, die hohlen An-
Drüche der Beamtenwelt, die Unduldsamkeit der verschiedenen
Iulte gegen einander bald bedauern, bald tadeln und verspotten.
nd seine eigenen kleinen Erlebnisse boten ihm Beweise und

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Erklärungen für die Grundsätze, welche er ohne das vielleicht
nicht verstanden haben würde. Der Kriegsrath und seine Frau,
wie freundlich sie der Flies'schen Familie begegneten, sprachen
doch immer mit einer gewissen Geringschätzung von ihrem Wirthe,
weil er ein Jude und nur ein Kaufmann war; aber was der
Knabe sah und hörte, fiel Alles zu Gunsten dieses Juden und
seiner Familie aus. Oben bei seinen Pflegeeltern hatte Alles
ein doppelies Gesicht, unten bei den Juden blieben die Dinge
sich immer gleich. Der Kriegsrath und Laura waren im Beisein
dritter Personen lauter Güte und Freundlichkeit mit einander;
befanden sie sich allein, so sprach Herr Weißenbach nur selten
mit seiner Frau, und es gab Mißhelligkeiten und Verdruß von
allen Arten. Weil man vor den Leuten den Aufwand zeigen
wollte, der einer angesehenen Beamtenfamilie zukam, sparte und
geizte man, wo Andere es nicht sahen, und während man überall
von Menschenpflichten und christlicher Liebe sprach, war man
für die Aufrechthaltung des äußeren Anstandes jedes Thalers
und Groschens so benöthigt, daß man dem Nothleidenden bei-
zuspringen sich versagen mußte.
Der Kriegsrath litt von diesen Zuständen ganz unverkenn-
bar. Er klagte, daß Alles theurer werde, ohne daß die Ein-
nahmen des Beamten sich vergrdßerten; er wollte, daß sich
Laura die gewohnten Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten ver-
sagte, und doch sah er selber es nicht gern, wenn sie wenigee
wohl gekleidet, weniger heiter schien, wenn den Standesgenosßen
und Collegen nicht die frühere Gastfreiheit bewiesen wurde.
Was sollten sie von seiner Lage denken, wenn er bei gleichen
äußeren Umständen nicht die gleichen Lebensgewohnheiten auf-
recht erhielt? Paul hörte ihn oftmals sagen, daß derjenige
glücklich sei, welcher nur nach seinem eigenen Ermessen leben
könne, der nicht zu überlegen brauche, wie Vorgesetzte und

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Collegen sein Thun und Treiben ansähen. und unwillkürlich,
wemn der Kriegsrath dem Knaben Mitleid mit seinen Sorgen
einflößte, dachte der Knabe, daß er niemals ein Beamter werden
wolle, um thun und lassen zu kömnen, was er wolle, und sich
um Niemanden kehren zu dürfen, wie Herr Flies.
Unfähig, in seinem Urtheile das Besondere von dem All-
gemeinen verständig zu sondern, faßte er doch seine Meinung
über die üble Lage der Beamten und über das beneidenswerthe
Loos des Kaufmanns; denn in gleichem Grade, wie bei seinen
Plegeeltern die heimlichen Verlegenheiten und Entbehrungen
wuchsen, gedieh durch die Handelsspeculationen des Vaters Alles
i dem Flies'schen Hause,
Das Nothwendige war im Ueberfluß vorhanden, alles
Ewwünschte konnte man sich bereiten und schaffen. Die liebe-
volle Sorgfalt, mit welcher die Eheleute einander begegneten,
wurde nur von der Hingebung der Tochter für die Eltern
übertroffen. Die alten Dienstboten, die Comptoir-Gehülfen
waren wohl gehalten, kein Armer, kein Hülfsbedürftiger ging
ungetröstet von dannen, und doch waren diese Menschen, die
das Gute thaten, wo sie irgend konnten, keine guten Protestanten,
eine Christen, wie seine Pflegeeltern; doch hatten sie kein Amt,
lein Ansehen vor der Welt, trotzdem die Personen, welche als
iüreunde ihr Haus besuchten, sie achteten und liebten, und Viele,
die er in herablassender Vornehmheit von Herrn Flies sprechen
hörmn, sich heimlich Rath und Hülfe suchend an denselben
dendeten.
Bei seinen Pflegeeltern urtheilte man wegwerfend über die
Iuden, mißtrauisch und widerwillig über die Katholilen, und
di seinen Freunden lächelte man über die Wunder, welche der
nabe in der Schule als Glaubenssätze hinzunehmen hatte.
Iemand ließ es sich besonders angelegen sein, in ihm die den
Inschengeiste innewohnende Folgerichtigleit des Denkens und

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Schließens zu Gunsten der uralten Mythen und der phanta-
stischen Neberlieferungen zu beschränken oder zu verwirren, aus
denen sich das äußere Gewand aller positiven Religionen zu-
sammensetzt. Er hörte, daß sein Vater katholisch sei, auch der
Herr Gaplan, der sich im Verlaufe der Jahre ein paar Mal
nach ihm erkundigen gelommen, war ein Katholik, seine Pflege-
eltern waren Protestanten, die ihm liebsten Menschen, Seba
und ihre Eltern, waren Juden, und Einer wie der Andere
sprach geringschätzend von dem Glauben, zu dem er sich nicht
selbst bekannte. Das zerstörte in dem Knaben unmerklich aber
sicher das eigentliche Glaubensvermögen, und die hingeworfene
Aeußerung der Kriegsräthin, daß der Herr Caplan wohl daran
denken möge, Paul einmal katholisch zu machen, da er ja auch
die Frau Baronin bekehrt habe, brachte diesem frühzeitig den
Begriff bei, daß die Religion dem Menschen nicht angeboren,
nicht unzertrennlich Eins mit ihm sei, sondern daß man sie
wählen oder wechseln könne. Sie däuchte ihm wie ein Stand,
wie ein Beruf zu sein, den man sich erwähle, und da Kinder
leicht von den Zufälligteiten des einzelnen Falles allgemeine
Folgerungen ziehen, überraschte Paul eines Tages Seba und
ihren Freund mit der plözlich ausgesprochenen Erklärung, daß
er nicht katholisch, sondern ein Jude werden wolle.
Man sah ihn verwundert an und lachte über ihn, wie
man über Kinder zu lachen pflegt, wenn man sich nicht die
Mühe nehmen will, ihren Aeußerungen nachzudenken; aber Paul
wiederholte seine Erklärung so bestimmt, daß Herbert, der un
Seba's willen sich ihm zugewendet hatte, die Frage an ihn
richtete, wie er darauf komme.
Sie sagen ja, daß Sie wieder nach Richten fahren werden.
da sollen Sie es dem Herrn Gaplan bestellen, daß ich nicht
katholisch werden willl erklärte der Knabe.
Aber weßhalb denn nicht? fragte Herbert scherzend.

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Paul besann sich. Weil - hob er an, brach dann ab und
üge, als finde er nicht für gut, seine Gründe anzugeben, kurz
ud tocken: Ich will ein Kaufmamn werden wie Dein Vater,
eba. Der ist gut zu Deiner Mutter und behält Dich bei sich!
Herbert und Seba verstanden beide die lange Gedanken-
teihe, welche sich hinter den Worten des Knaben verbarg und
i der sich Richtiges und Falsches, scharfe Schlüsse und auf-
alende Begriffsverwechslungen mit einander nach Kinderart
vemischten; aber Herbert meinte, es sei nicht der übelste Ge-
danle, auf welchen der Knabe verfalle, wenn er Kaufmann
werden wolle. Seba wendete ein, daß der Herr Caplan ein-
mal geäußert, Paul solle, wenn er erwwachsen sei, die Rechte
fudien, da man ihn für den Staatsdienst bestimme; Herbert
jdoch legte darauf kein Gewicht.
Ter Herr Gaplan wird nicht ewig leben, sagte er; und
was dann?
Seba antwortete ihm leise; auch Herbert's Gegenrede
wurde so leise gegeben, daß der Knabe fühlte, man wolle sie
im entziehen; indeß er hatte doch einzelne Worte vernommen,
ud diese reichten hin, ihn in der Voraussetzung zu bestärken,
daß ßin Vater sich nicht eben um ihn sorge, da in Schloß
Kchten Jedermann vollauf mit sich selbst zu thun habe.
Am nämlichen Abende, als Seba sich mit dem Knaben
alein befand, fragte er sie, was sie wohl thun wiurde, wenn
gc Vater sie nicht mehr liebte.
Ich würde mich bemühen, seine Liebe zu verdienen! gab
hm zur Antwwort.
a, wenn Du bei ihm wärest! meinte er; aber wemn man
Iht bei seinem Vater is1?
Dann würde ich suchen, mich so tüchtig und so brav s
en, daß er stolz auf mich werden und mich zu sich rufen
dußtes

= Pßß -
Der Knabe hatte jedoch offenbar einen anderen Beschei
erwwartet, demn er blickte sie unbefriedigt an, als wisse er sch
nicht zu helfen, bis er nach einer Weile, sichtlich beruhigt durch
die Lösung, welche er in sich gefunden hatte, achselzuckend sage:
Freilich, Du bist auch nur ein Mädchen, Du kannst nicht iu
die weite Welt gehen!
Sie mochte das absichtlich gar nicht weiter berühren, demn
je mehr Paul heranwuchs, um so lebhafter entwickelte sich seine
Phantasie, und was diese erschaffen hatte, dessen bemächtigte sch
die schweigende Beharrlichkeit des Knaben und spann es aus
und hielt es fest, bis man bei irgend einem zufälligen Anlaße
es gewahrte, daß er wieder, eine neue und feste Vorstellung
gewonnen, einen eigenen Gedanken gefaßt habe. Jeder selbt-
gewomnene Gedanke ist aber eine Stufe zu der Selbständigleit,
durch welche das Kind sich von seinem Ursprunge ablöt, um
sich als gesonderte Persönlichkeit in die Gesammtheit einzureihe
und in derselben zu behaupten.
Es ist schwer zu bemerken, dieses allmähliche Aufßeign
zur Selbständigteit, schwerer noch, anzugeben, durch welche un-
scheinbaren Mittel und Anstöße es gefördert und geleitet wid.
Es waltet auch hier, wie über allem Werden ein Geheimniß.
das sich in dem Einen langsam, in dem Andern plötzlich en
hüllt, so daß wir bisweilen staunend da stehen und uns fragen
Ist dies dasselbe Wesen, das wir kamnten? Ist dies der Knabe.
der Jüngling, der noch gestern vor uns stand? Wir glauben etk
Wunder zu sehen, weil wir nicht beobachtet, nicht versjandcn
haben, was geschah; und nicht nur an Anderen, auch an ß
selber glaubt man solche Räthsel, solche Wunder zu erleben.
wenn man aus irgend einem Grunde sein Herz nicht prüfc.l-
wwenn man nicht untersuchen mag, was man fühlt und denlt