Von Geschlecht zu Geschlecht. Roman in zwei Abtheilungen. Neue, von der verfasserin veranstaltete, revidirte Ausg.
Fanny Lewald
Kapitel 03

Drittes Capitel.

s1:
- -ie Hälfie
===?
wesenheit angesezt
Caplan zu einem
der Zeit, welche der Baron
hatte, war bereits verfloss-n,
befriedigenden Abschlusse mit
gelangen können. Denn mit dem Eigens n
fitr seine Ab-
ohne daß der
Pauline hätie
des Herzens,
welchen die Halbbildung sich als Charakterstörke auslegt, wies
sie Alles von sich, was ihrem Empfinden widersprach, hielt sie
an ihren Vorstellungen fest, und alle diese Vrsiellungen kamen
ihr von dem Baron; n.. daß in seiner Gelielten sich zu einem
Ganzen gestaltet hatte, was in ihm unverbunden neben einan-
der herging, und das; in ihr zur Glaubenssache geworden, was
in ihm stets mehr oder weniger ein Spiel und die Wirkung
zufälliger Stimmungen geblieben war.
Der Baron war kein Wistling, kein gewöhnlicher Lebe-
mann, kein herzloser Aristokrat, kein schvärmender Phantast.
Er hatte aber von allen diesen Arten einzeln- Ige in seinem
-- P
Charakter, und dabei eine Eitelkeit, welche seine Herzensgiüt..
seinen Verstand beeinflsßte und es ihm zu einem Bedürfnisse
machte, immerdar Etwvas vorzustellen und dafür mindestens von
sich selbst Bewunderung einzuernten.
It der großen Welt hatie er früher durch seine =-=--
Nf-is
liebe und b- p--- -= -=-- - u-hozk, im Felde oder im
Ans-p s,iffn Hs s.uiffpisoi molß
Staatsdienste würde seine Eitelkeit ihn vielleicht zu Anstren-
K. H.ss
gUlgelt getrieben haben, die ihm Ehre g- --=- -==- =-===--
- -o1tA-As ii'
N,i-
erworben häiien. In der Stille des a.udlebens konnie es ihm

-- ,Z-----
geschehen, dasi er sich, wenu es sich eben so fiügte, aus der Er-
ziehug eines schönen Waisenlindes ein Bewußtsein i=-. daß
isfsrsin
die --== ----. welche dasselbe ihm zoll.., ihmn finr eine Zeit
Hszz v..iiifw
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lang genügte, und daß er sich von eineu solche.-=üudchen gaz
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=--- ü- --- i--==e, weil .. es gänzlich als sein Geschöpf
sfd h-f -of;ss,.ss sss.ss -
- M.
betrachten durfte. Er hatte mit voller a.auhrheit gegen den
Caplan behaupten können. Pauline sei das einzige Frauen-
ziier, neben welchem er nie Langeweile aefiühl habe, denn
--es, was sie wuusßte und sprach, kam ihr von ihm oder durch
Ht
thn, und war dahher sicher, zu inmer zu gefallen.
Einige Jahre hindurc haie er Pauline gegeniber die
Wirkung seiner Groszihs oder seiies Geisies genossen, wweun
sie sich ==-;ndig und inner forischreiend bewies, und sich
mu»-ssI
daneben la.F grer Einfalt und seiner leberlegenheit gefrent,
-,si-
so osl die Schraule ihrer Nair und ihres aesens ihn bemnerl-
- H
luch wwurd.. -= a- edoc wwar jezt voruber. Pauline g=---
- O,?. N.s -
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sich u. -=-- zsaz neben dem Baron gewöhnt, sie hatte seine
: imzzpes s
Schwächen kennen und, um ihn i guler =1lg z er-
aT ih:
hu==«, dieselben benuutzen und ihn dadurch -= -=-- lernen.
-»lfof- :
li.p-»-shs
--- hing an ihm noch immer mit leidenschaftlicher Liebe, sie
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vergaß es auch niemals, was sie ihm sch==-= =- --il sie
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Fpp snor
- -- G -:--g Kluuft nicht ermessen konnte, welche den Freig-
dn h,isss,v
szpzzsf
vos! -,- -=---=-- =-- - Ich muehr und mehr in seinem Besitze
Iz- ffisss hn
liüfs. s, ?
sicher gefihlt, und die von ihm oft wiederholte Aeuserung, das
jhr Leben dem seitigesn --==;-=-i-- - =-- -- -.rbil.=.i set,
siiffs.z- MlP is: n
»-s s.s.'
nRps:
hatte sie in dem Glauben bestärkt, daß der Varon sie nie ver-
lassen könne, das; sie nothwendig zu seinem Leben, zu seinem
Gliicke geh--
Zz.
Sie war daher wie vernichtet gewesen, als sie die Nach-
»-ss
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.s
den
sont seiner bevorstehende!. ===--==-=llg edu=- z===- -
s M,z-li.is--i si:
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Nßef--ss s.1s.ss s..ih. sin s.i- fwifnvss..ils
==-=--=-- j-=j- z--- j-- -= - =-ss-hs-=-==-, Vhnd deshglh, stgcs
leichten Grundsäzen seiner Zeit, gleu« -=ugs an die
- s.:s.

-- P----
Nothwendigkeit ihrer Entfernuung zu denken. Erst ihr leiden-
schaftlicher Schmerz und die heftigen Ausbrüch: ihres Zornes,
erst ihre Drohung, das: sie seine Heirath zu hintertreiben wissen
werde, hatten ihm gezelg;, dasß er sie nicht in Roihenfeld behalten
------- und hatien ihn gegen sie verstinnnt. Indes schwach
sKsfssn
und nachgiebig aegen sie wie gegen sich selbss, h.- --= der
Aif H pssss
Ettscheidung gezbgert, bis de. aag seiner Hochzeit heran nahte,
=- N
bis er sich der Aussicht auf die schöne junge Gattin zu erfreuen,
und sich über den Verluust seiner Geliebten mut bem ihm schmei-
chelnden Gedanken fortzuhelfen begann, dgss er seinem Gewissen
und seiter Verlobien ein groses Opfer brige, nd das; er als
Edelnaun die Pflichl hale, fiir seiu edles Geschlecht ein wihr-
diges Familienleben in seinem Hause aufzubaue:.
Er war mit sich auuf diese Weise leicht genng fertig ge-
wworden. =-e Caplan hatie dafir mit Pauline einen um so
.-
schwereren Stand. Sie misßtrauute ihm als katholischem Geist-
l,n, als Abgesandten des Barons, und ve==u- ---, ach
-s..
o-lfssi d.p
seiner Nhe, weil sie sich verlassen fihlte und weil sie mit ihm
von demzenigen
So oft er
Geschichte ihres
sprechen konnte, was ihr allein am Herzen lag.
l-«- -um, muste er sich von ugu die einfache
ss.- .-
ss.--
Lebens erzählen lassen. Sie wiederholte ihm
jene Grundsäze eines Naturrechts, auf das der Baron sie ver-
wiesen, als er sie durch die Ermahnuungen des Pfarrers beun-
ruhigt geschen hatie. Sie gab ihm ihre Eifersucht und Ver-
zweiflung zs -=---. und der Gedanke an die baldige An-
pzfppn os:
wesenheit der kinftigen Baronin, den der Caplan ihr so ein-
dringlich vorgehalien hatte, wirlte uun unablässig in ihr nach.
Sie verlangte Rath von ihm und verwarf denselben; sie ver-
langte Trost und Hilfe, aber sie wendete sich ab, sobald er sie
auf einen Trost verweisen wollte, den sie it -=--- H--- --
F szsoff ofrof:of
Innern sich zu bereiten habe. Sie wollte weder von kirchlichen
noch von staatlichen Geboten reden hören, aus Furcht, daran
F. Le wald, Von Geschlecht zu Geschlecht. l

-- Jß-
erinnert zu werden, daß sie dieselben übertreten habe, und daß
sie diese Nebertretung sihnen und biüsßen müsse. Mehr oder
weniger gebildet und aufgeklärt, wütrde sie leichter zu bestimmen
gewesen sein, als jetzt; und es waren schlieszlich nicht die Vor-
stellungen ihres Berathers, nicht seine Moral und seine Ver-
nuunslgrinde, welche Einudruuck auf Pauulie machienn. EK waren
seine Geduld mit ihr und seine Milde, die ihr das Gemiih
bewegten und sie allmählig dahin brachten, das; ihr Zorn und
ihre Verzweiflung dem reinen Schnerze wichen, der nichi uehr
sich zu rächen, sondern nur noch sich selbst zu helfen irachiet.
Eines Morgens, als der Caplan wieder zu ihr kam, fand
er sie vor ihrer grosten Nuszbauu-lommode sizen. Um sie her
lagen verschiedenne Kleidungsstiücke ausgebreitet, daneben Bänder,
Zierathen, Nähbestecke und viele jener Kleinigkeiten, mit denen
man die Frauuen zu beschenlen pflegt, deren eigeniliche Beditrf-
nisse ohnehin befriedigt werden. Sie schien Musterung zu halten,
und der Caplan fragte sie, weshalb sie dieses thnue.
Weshalb ich das thue? wiederholte sie. Ja! wenn ich
das wüßte, Hochwürden! Ich kann nicht sagen, wie ich darauf
verfiel, die Schubladen auufzumachen und die Sachen zu besehen.
-- Die Commode ist mein Lieblingsstick! bemerkte sie nach einer
==aile, während sie die Sachen forträumie, die auf derselben
Mü.
gelegen hatten. Sehen Sie einmal das Geäder in dem Nus-
baume. E sieht wie Bäume aus; und dan der schwere
Messingbeßhlag und die großen Griffe! Ich weiß den Tag.
an welchem ich die Commode bekommen habe. Die alte Mar-
garethe gönnte sie mir gar nicht, und ich habe zuerst viel bit-
tere Worte darüber hören müüssen und manche Thräne darüber
vergossen!
Sie erzählte darauf, wie schwer die Alte ihr bisweilen das
Leben gemacht habe, und in die Art und Weise, mit welcher sie
ihre Schätze wieder an Ort und Stelle brachte, mischte sich der

r
--=b Z? gh; -=====-
Stolz auuf den Besiz derselben mit einer unverkennbar weh-
milthigen Erinnerung. Der Caplan lies; sie ruhig gewähren.
Wenn ich das Alles so vor mir sehe, sagte sie mit einem
Male, ist's mir grade, als ob ich die ganzen vergangenen Jahre
wieder vor mir hätte. Von jedem: Stiücke kann ich sagen, wann
er es mir gescheult hat, wann ich es zuersi geiragen und ge-
brauchl, und wie Alles damals gewesen isi. Maches legi noch
ganz neu da, Mauches ist nicht uehr zu gebrauchen, und ich
lönie es doch nicht sortgeben. Sie biickte sich bei den letzten
Worten, nalm auus der untersten Lade eine Jace von Kattun
=---- hielt sie dem Caplan «.- sage: Sehen Sie, Hoch-
sspesspHs
szifs iis
wwiirden, das war der erste Anzug, den rr mir nach seiner
Riiclehr lausle. Ich war damials uoch nichl a.sgewachsen und
so mager! Aber ich häie es nicht mit ansehen können, daß
ein Anderer mir nachgetragen, was er ir eiumnal gegeben hat.
Der Caplan warf einen Blick auf das bezeichnete Kl.sungS
- id
stiick und machte die Bemerkung, dasß es hhr auch liünftig an
Nichis fehlen und - =--»--- .- alle ihre Bedirfnisse auch
d,z- P1,ifi: sli-
kinftig sorgen lassen werde.
Sie hörie nicht darauf, denn sie war viel zu sehr mit sich
und - - -ergangenheit beschäftigt. So oft er nach der Siadt
do=- 9,
-= -, brachle er mir Eivad mit, nahm sie wueder das Wort.
finl.s-

-zllsp zm-F
Zulezt dieses große, rothe Umschlagetuch. .e s-= --« dar-
iber freen, ich sollte sehen, wie schön es sei. Schön geng
-ü li- E,s;
-»===- es, aber freuen konnte ich mich nicht mehr daru=- oe
ffz
wuufte ja schon, was hier bevorstand.
=--e Freude an Deinem Hab und Gut wird wiederlommen,
ez
süM;O deA ßßggzli., -= - =-- --;- -== -= - ss e=sop- -on-- --ss== -
m: momf: I,
: ,z-ss fiodos iss KZzpsio iisnd i:i:fn
Menschen sein wirst, denen Du Deine Sachen zeigen kannst.
Sie schittelte verneinend das Haupt. Wer so unglücklich
of- födiis ,s.-R ifsohi iifd.
gemact w erden soll, wie ich, D ;--- - »=- --»z-- --s allS
dem Unglic darf man nichi zur---- an die guien Tag-,
P,pssss
gj ?

r ez
wenns einem das Herz nicl brechen soll. Ic wollie, ic hälie
die Commode gar nicht aufgemacht!
Sie fuhr sich mit der Hand iber die Agen, schlos: die
sämmllichen vier Schubladen zu und steckie die Schlitssel in die
aasche von weisßem Piguä, die sie unter ihrem Katiunrocke irug.
Der Caplan stand auf; das schien sie zuerst auuf den Ge-
danken zu bringen, daß sie mit dem Aufräumen in seiner
Gegenwart etwas Ungehöriges gethan hätte. Sie bat ihn defß-
halb um Entschuldigung. Aber, figte sie hinzu, wenn Sie nuur
ein einziges Mal . ;-=--- =--- --. wie einem Menschen zu Muthe
,z-8l.w,mzs s.Isi:-is
ust, dem so wie mir der Todesstos: gegeben wurd, so wütrde:n Sie
wissen, auf was man da .les verfällt. Elend mus; man
- Pl
aennen, damit man's verstehl!
Die Worte kamen ihr von HerzenSgrund und rihrten den
Caplan duurch den Atsdruck, mil welchem sie gesprochen wurden.
Er seufzte uuwilllurlch, sah Pauuline an, zgerte einen Auugen-
.sl, zn
=-=-- uul sagte dann mik ganz verände.... Tone: Und wwenn
zf pss
ich es uun verstände, was Elend isi, wenn ich es wiszle, wie
Dir Armen zu Muüihe isi?
Sie richeie ihre duunleln Auugen forschend auuf seine--ene.
s
R
Haapwurden, was soll das sagen? fragie sie danach. Sie sollten
wissen, wie mir zu Muthe ist? So wie Sie, Hochwüirden, sieht
man ucht aus, so still und ruhg -==-- wenn man so zer-
ssipui
schmettert worden ist und sein Alles verloren hat, wie ich.
So still und ruhig wird man, kann man werden, wenn
man sich vorhalt, daß -«es, was wir leiden, uns von Goit
Attt
kommt, und dasß der z eiland selbst sein Kreuz getragen, das:
- G
Christus selbst den s=u« des Leidens auöge=-- zul bis auf
k.s=
s.ss,s s.--
den letzten Tropfen! entgegnete er ihr.
Pauline schvieg, als stände sie an geweihter Stätte, als
sei ein Vorhan, -= -= - fgezogen, der ihr ein Allerheiligstes
- npz js,=-
offenbarte. Sie faltete dne Hände,-=-====- hing -u einer
ss-- I,s
issis

F ez
----- ß-J -
ganz ueuenn, liebevwllen Eunpsiduung aun demn mildent Ailitze
des geistlichen Herr, und näher zu ihm reiend, während sich
ihre Wangen röiheien von der Scheu, mit welcher sie die Frage
an ihn riclele, z rach sie leise: Hochwitrden, sind Sie denn
aulcs ...üse!! ll1lu -= -;--i -- -arent?
, s..is ;spss snn
ip
vl,
Nein! en=zz uzete er.
iA.,
Was ist Ihnen dent geschehen? forschk: sie weiter, und
ils-p Fs siisn mmiiA mivsnsi:=- ßs..- hs,s i.i- N
z --== ------===-------= ---= -=---- ===--. helluImte gesä tftigt.
- s,s. isd sskssniß ss- is-
Er nahm sie bei der Hannd, sezte g------- --=-- -
=-- i-« -=-zuuS lleDa-z=--zi --; Iü z-P-- -- -=pg! Ics
-inis ,s. ssissfs,-s
o-sil,fsspH -
fss s,sHf of z-ss sss
habe ntic l=.-=-== - -
, !
s.siiin
Freiwillig? rief sie aus.
zreioillig! wiederholie er. und sie schwwiegen Beide.
Pall.- -- - -==- - ---g-==süÜlEll, ; »Oz-p sz --»-;- diesett
-s N.s. s,uss.ss ses
sjssp snv sifn its
sfH osip
sis- ii -
-=-genblce. was L. .lrauen des Eaplanc hatte sie erhoben.
cg-
Plz:
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-.f,.sf,-s nue
Ihst aber Juille es einte elle, g=;« lr«.=--- ----l -= i-- - ===-
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-zpzsszissAiiss
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Paultne von seinem eigenen Geschicke zl ---== -- --» - --
siiie sszs-fziz s sßisin
haile richltg erlannnnl, das; nan auf diese Frauu - - --=---- - ----
indel.i lasl -g- - eil!ahite auf eisnemt Aztdere:. -==-- -1v --
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z-sfsisn- is
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N.z-.-s.
Ell. = - ;w-dl glls deil! =- -- p« VOrldll, E. z ----- -=-
; sif- k,sssnin sisd.
iübersah. =a =-ge---= - -on dem Schicsale des Geist-
.»-I-s
nslzf s
is kiss. HF
sph.s
l==g= - l hD = - - -; -=- -- - = ««ulle. Sie wdlte ver-
ss,ß -s.- sn
ißeos
gleichen lönnen, und doch band die Ehhrfurcht-=- --- w-b-L-
is.- di. Nmissn
bis sie endlich de Frage wagte: Und jezt. Hochwirden, sind
tFis- dsss iis zei»s zsnsiv iHs»1szs
K. hoss F, o=-smis»-)s
== a1sls suDs« sll»1 1ss=l- l11is,»7ls»1Gsf - 11l»- -ss ==f= »Vs sV711GVs As-
oss ?
was Sne gelitten, was Sie geopfert hal.. -
a. ich habe ek verschmerzt! Ich h. -- -oieder Freude an
A H.. s-
s.,- AsH,-sssmos dofo-- C,is.
-- i-b M,sgr sfs- s8ls-
dofis E,l..ss ss. s-
zu u. -== s«1vz ii! usCuu =e= « sss»sf= 1s, =?==-ll Ka==ss =l1l= =a= sgs- 1111s 1= K s
Affs Hposs lioAi
u ss s P,? - H»s s -szs - - - -
O, kK -
Un. -- --=en also wirklich wieder glicklich sein ? fcagte
sie noch einmal.
N,s. s.,- s.-.-
i: nissz- Psz-s;,-is ?
d-»- iC.-7.
» --i: ;u U9llh .u --i= - -- =--is, ils =a- as====»sinzz -wis = -
inn fsswi fs

Pflicht! Mit einem
ich habe doch keinen
Sie faszte den
-- -! ---
äorte, ich lebe gern, versetzte er -- und
Sohn, fir den ich leben könie!
Gedaunken offenbar bereitvillig auuf. Ja,
sagte sie, es ist ein gutes Kind, und Sie glauben nichi, wie
alng er ist. Weit über seine Jahre klug! Er n=- --lles und
.s-ßs Hs
weiß Alles, ohne dasß man es ihm sagt. Wenn er mich traurig
findet, sieht er mich an, das: man denkt, es sei eine Sinde,
ihn merken zu lassen, was man aussteht. Er läszt dann keinen
====-- von mir, und seine Augen siud gannz wie die des Vaters.
1t1,
Sie sprach darauf von der Absi.,. des Barons, den Knaben
-s
frih einer mäunlichen Leimung zu iibergeben, und llagle sich an,
daß sie denselben bisher nicht geng geliebt habe. - I habe
immer und immer nur an den Vater gedachl, sagte sie; der
Knabe wirde mich bald vergessen, nähme mtan ihn fort von
------ uund der Vater wird mich noch scheller vergessen! sezte
finf s
sie mit ernenuker Klage hiuz.
Der Caplan mochte es ihr nicht bemerken, daß sie damit
zum ersten Male ihre indirecte Zustimmuung z den Absichten
des Barons lundgegeben haiie, aber die Thaisache war ihm
wichtig, und obschon er bei Paulinen's schnell wechselnden
Stimmungen auuf diese plözliche Sinnesänderung nicht allzu
viel vertraute, fing er doch an, mit ihr von einem der nächst-
gelegenen Städtchen und von dem Leben in demselben zuu sprechen.
Pauline wußte es, daß der Baron sie dorthin senden wollte.
Sie fragte, wie weit der Ort von Nichten entfernt sei und wie
viel Zeit man brauche, um von dort nach der Hanptstadt der
Provinz zu kommen, in welcher nach dem oftmals ausgesprochenen
Plane seines Vaters der Knabe später erzogen werden sollte.
==-=-t erkundigte sie sich, ob ihrem Sohne seine Geburt bei der
TAiif
Ns.-s-s.es.
---i keine Hindernisse in den
--s-;---gle in eine Erziehulgsj=o-
Mo. ss.
===- zllen wülrde, wie sie einmal
und sie blieb iberhaupt nur mit der
s.sz
gehört zu haben glanp--
Zukuunft des Knaben be-

- FHFz--
schäftigt, bs der Caplan sich entfernie. Es wn aber ersichlich
das; ihr Eivas auf dem Herzen lag, fiir dns sie den Ausdruc:
oder den Moment nicht zu finden wuuste, und der Geistliche
hielt schon den Dricker der Thhiee in der Haud, als sie sich
ihm näherte und schil.=»e. als es ihre - ==ar, die Frage
- Hs=-s in
,s.s.s
aufwarf: Sie haben sich überwunden, sich aufgeopfert, Hoch-
wirden, hatI,hnen das gute Frucht gebrach:? Haben se es
.hnen gedanl.. diejenigen, fir welche Sie sich geopfert haben?
Einu Opfer, sir das man Lohn erwartet, -. -un Opfer
1 s,l
mehr! entgegnete er ihr.
Sie verstummte darauuf und lies; ihn gehen. Aber er war
ihr menschlich näher getreten, seit sie wuste, daß auc er
gelitten und verzichtet habe; und es gelang ißm nach einigen
agen endlich, ihre Einwilligung zu der lelersiedelung nach
der Stadt zu erhalten. Sie erklärte jedoch, daß sie den Baron
noch einmal sehen wolle, ehe sie Nichien verlusse. Sie misse
aus seinem eigenen Munde das Versprechen erhalten, daß er
sie besuchen werde, wenn er nach ihrem kiünftige -oohnorte
s: 7P
komme; das; er selbst iber den Lebensweg ihres Sohnes wachen
wolle, und der Caplan ging, so weit er es vermochte, auf alle
ihre Wüusche ein.
Neben diesen Stunden voll ruhiger Ueberlegung gab es
aber auch viele andere, in welchen sie sich nur mit der Hochzeit
des Barons und der künftigen Baronin beschäftigte, und in
- zs
denen sie völlig wieder in ihren Schmerz versank. Sie be-
.
kheuerte dann unaufhörlich, das; sie ja verzichten n==--- daß
sie es aber nicht könne, und daß es iber ihre Kräfte gehe. Es
war ein Auf und Nieder in ihren Empfindungen, dem schwer
zu folgen, dessen Ursachen oft nicht zu erspähen waren; und
=;als, wenn die Vorstellungen und Gespräche des Caplans
pifiii:
sie so weit gebracht hatten, das ein Schuldbewußtsein und der
Gedanke, daß man ein Verschulden bisßen müsse, in ihr rege

---- Jt--
wurden, warf sie mit der iyr eigenihimlichen Plözlichkeii gewisse
Aeußerungen über die ihr einzig angemessene Art von Buße
hin, welche er aufs Neue zu bekämpfen hatte.
Am Freitag Abend ging er nochmals zu ihr. Man er-
wartete in der Nacht die Ankunft des Barons, der sich am
Sonntag in aller Frühe zu seiner Braut begeben wollte. Der
Caplan wünschte ihm bei seiner Heimkehr sagen zu können, daß
er Alles geordnet habe und daß Pauline in ihr Schicksal er-
geben sei. Er war daher sehr zufrieden, als er Abends, da
er zu ihr lam, sie damit leschäfiigt sannd, die Kleider und das
Spielzeug ihres Sohnes in einen lleinen Koffer zusammen
zu packen. Sie sprachen fortdauernd von der Neise und von.
der Stadt.
Als der Caplan sie fragte, für welche Zeit er ihr die
Pferde bestellen solle, gab sie den Sonntagmorgen an, und
wünschte, daß der alte Kämmerer bewogen werden möge, sie
zu begleiten. Sie habe Richten nie verlassen und es bange ihr
vor der Fremde. Der Caplan versprach ihr, dies zu vermitteln
und Alles nach ihrem Wunsche einzurichten. Nur als sie auf
die begehrte Unierredung mit dem Baron zurückkam und auf
dieselbe bestand, erklärte er ihr, er zweifle, daß derselbe geneigt
sein werde, sie in diesem Augenblicke wiederzusehen. Von ihrer
Forderung zu Bitten übergehend, flehte sie zuletzt den Caplan
mit Thränen, ihr diese einzige Gunst zu erwirken, und er sagte
ihr zu, dem Baron ihren Wunsch mitzutheilen.
Indeß gleich die erste Begegnung mit demselben ließ ihn
erkennen, daß er hier auf Widerstand stoßen werde und daß
für die Erfüllung von Paulinen's Bitte Nichts zu hoffen sei.
Der Baron war sehr aufgeräuumt und in der That auch viel
beschäftigt. Er fragte Anfangs gar nicht nach Pauline, und
da er es später that, geschah es in einer Weise, die kaum eine
Antwwort zu verlangen schien. Dennoch, und obschon der Caplan

=====- FF ! -===
selbst eine Unterredeng oder einen Abschied zwwischen dem Baron
und Pauline für zwecklos ansah, sprach er dem Ersteren davon,
um seiner Zusage nachzukommen; indeß der Baron lehnte den
Vorschlag entschieden ab.
Ich kenie des guten Geschöpfes Lebe und Leidenschaft,
sagte er, und ich kenne auch meine Schwäce. E ist nicht
Fühllosigkeit oder Härte gegen das arme Weib, das ich meinen
Verhälinissen und nteiner siiilichen leberzeugung opsern mus,
es ist die uierläßliche Nothwehr gegen mich selbst, wenn ich
mir in dem Auugenblicke der Abreise zu meiner Braut eine
Scene erspare, die mir, sie mag ausfallen wie sie immer wolle,
das Herz zerreißen wird, ohne nach der andern Seite hin irgend
etwwas zu nültzen.
Es fiel dem Caplan auf, daß der Baron auch dieses Mal
Paulinen's Namnen auszusprechen vermied und sich mit anderer
Bezeichnung dafür behalf. Er kannte das an seinem Herrn
und wußte, was es zu bedeuten habe. So kam er denn auch
nicht mehr auf den Wunsch Paulinen's zurück, aber der Baron
erbot sich später auus freiem Antriebe, ihr noch einmal zu
schreiben, was der Caplan fir zweckmäßig erachtete. Auch schrieb
er ihr noch in derselben Stünde und sandte den Brief sogleich
durch einen Boten ab.
,Ich danke Dir-, lauteten die Zeilen, , daß Du Dich
entschlossen hast, in die Stadt zu ziehen. Du knnst mich ge-
nugsam, um zu wissen, daß ich Dir dies lohnen werde. Es
soll Dir dort, darauf kannst T. Dich verlassen, ein ganz sorgen-
freies Leben bereitet werden, und Paul wird nicht aufhören,
ein Gegenstand meiner treuen Sorgfalt zu sein. Der hoch-
würdige Herr Caplan, der sich in diesen Tagen Deiner so gütig
und väterlich angenommen hat, wird auf meine Bitte Dir auch
ferner mit seinem Rathe zur Seite stehen und dafüür sorgen,
daß Du Dich nach Deinem Ermessen einrichten kannst. Daß

--- IZ --
ich nicht zu Dnr komme, geschieht aus Nücksicht fir Dich sowohl
als auch für mich. Wozu ein Wiedersehen, wenn man ver-
gessen will? Und vergessen lernen mußt Du! Folge in Allem
ganz dem Rathe und den Anordnungen des verehrten Herrn
Caplans. Was Du in Zukunft etwa von mir wüünschest, was
s von D.r erfahren soll, theile ihm mit. An mich selbst
r
-
schreibe nicht. Meine Theilnahme und mein Schutz werden Dir
und Paul nie entgehen, und ich werde mich Dir verpflichtet fiihlen,
wenn Du Dich mir in diesen Aordnungen yinlllich sitgsam
zeigsl. Somit lebe denn wohl! Sei Gott ui! Dr, und möge
er uns Allen in seier Gnade eine ruhige Zukuuift verleihen!''
Pauuline empfing den Brief gegen Mitiag ans den Häden
des damit beauufiraglen Neii!nechies. Sie hies; ihn warien
und durchflog das Schreiben. Aber es schien, als könne sie
den Inhalt nicht gleich fassen. .pre Augen, ihr Herz suchien
A
nach einem freundlichen Worte, suchten endlich nur nach der
Anrede mit ihrem Namen, nach irgend einem Zeichen der Be-
weguung in der Seele dessen, der diesen Brief geschrieben hatke.
Es war vergebens. Als sie das Blatt zum zweiten Male be-
ende. ===-, liesßen ihre bebenden Hände es zur Erde fallen.
s s..ssn
Ihr Knabe, der dabei stand. glaubte, ein Zufall habe
das Papier den Händen der Mutter entgleiten machen, und bickte
sich, es ihr zu reichen. Sie hielt ihn davon zurück. Rühre das
Blatt nicht an, sagte sie mit befehlendem Tone, rihre es nicht an!
Der Knabe war erschrocken; er lehnte sich auf den Schooß
der Mutter, die sich niedergesetzt hatt., weil die Kniee ihr ver-
sagten. Sie kiste ihm den lockigen Kop;. hre Thränen flossen
s l
auf ihn nieder. Er wollte bei dem Unbehagen, das ihn pei-
nigte, gern Etvas thun, es los zu werden, wußte aber nicht,
was, und fragte also, ob der Ludwig, der den Brief gebracht
habe, fortgehen solle. Sie bejahte das, und der Knabe brachte
dem Diener die Weisung.

art,
- - I9---
P,A.sif
Ist nichs zu bestellen, Mamsell? fragke dec -==-=-- die
=- Kssspssd
==a-izilu z-js s= -=?-
Nichts! antwortete sie fest, und er ging davon. Der
Knabe drängte sich an sie. Du weinst immer! sagte er, und
da sie
Weine
M,ief
aC.7=s-1V
ihm nicht antwortete, setzte er nach einer Weile hinzu:
nicht, ich kann's nicht leiden, wennn Du weinst!-- Die
klangen herrisch in dem Munde eines Kindes, aber der
Kleine schmiegte sich zärtlich an ihr Knie, während er sprach.
Dieses Mal indes: uachie die Leblosing desl Sohnes leinen
Eindruc auf die Muiter. Sie schob ihn leise von sich. Lehne
=-ic nichk immer an mich! Lerne allein stehen, Du wirst's
cg
nöthig haben! sagie sie finster und streng.
was verdros: den Knaben. Ich bin Dur nicsl gui, Mutier!
schmollte er.
s Ss.--.
==- hast auch keinen Grund dazu, eutgeguete sie ihn-- a=--
eß.
finstere Weise machte Paul bange. Es wuroe ihm unheimlich
bei der Mutter und in der Stube, und er lief zuu Magd hinauus.
Als Pauuline allein war, fig sie laut unh heftia zu weinen
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an. Das währte eine geraume Zeit. Bisweilen war es, als
wolle sie sich besänftigen, aber dann nahm sie den Brief wieder
vor, den sie nach der Entfernung des Kindes von dem Boden
auufgehoben hatte, und ihre =,eänen flossen auf's Neue.
- s.-
Sie ließ beim Mittagessen die Speisen unberührt, war
aber mit dem Knaben freuundlich und leg-- -=--- - --g-lc zu essen
-p ssiiis zszs,s
vor. Nach der Mahlzeit ging sie wieder daran, verschiedene
Sachen einzupacken, indeß sie kam damit nuur langsau vorwärts,
denn sie sezte sich oftmals nieder, hre Hände gegen die Stirn
pressend, weil der Kopf sie schmerzte. Nach einer Weile stellte
sie die Arbeit gänzlich ein und blieb wohl eine Stunde hindurch
--=g aufgestiitzt am Fenster sizen. Dann stand sie auf. zog
zsl-
sich zum Ausgehen an, hies; den Knaben seine Mütze nehmen
und verlies; mit ihm das Haus.

60
Gleich am Eingange des Dorfes bog sie von der großen
Fahrstraße ab und schlug einen Feldweg ein. Er fihrte durch
den Wald in den Park des Schlosses. Durch eine Hecke trat
sie in denselben ein. Es war hell unler den grosen Bäumen,
aber die Luuft wehte stark unnd die Blätier rauuschten mit leisem
Kklingen, sofern sie noch an den Bäuumen hielten. Der ganze
Boden war mit wellemn, vielsarbigem Laube wie mi! einem
dichten Teppiche bedeckt, daß die Schritte bald unhörbar darüber
hingliiten, bald es raschelnd nach sich zogen, je nachdem es
krocken oder feucht war. Hier und da flog ein Vogel auuf, hier
uid da kamen ein Hirsch oder ein paar Rehe aus dem Unter-
holze hervor und streclen zuiraulich die seinen Köpse mil den
klaren, neugierigen Augen aus der leichten Umzäunung hervor.
Die Muulier haike dem Knaben oft von den schönen, schlanken
Nehen und von den Hirschen mit ihren großen Geweihen erzählt,
aber er hatte sie niemals gesehen, und seine Freude an den
Thieren war sehr lebhaft. Er hatie den Rest seines Vesper-
?!! ? == = = =
Laß es gut sein, sagte sie, das ist Nichts für Dich; hier
werden andere Kinder die Rehe füttern!-- Sie hielt ihn an
der Hand fest, um schneller mit ihm vorwwwärts zu kommen, und
zeigte ihm im Vorübergehen die Statuen im Garten, welche
große Bluumenkörbe und schwere Fillhörner in den Armen trugen.
Ein Ende weiter standen auf den Postamenten Knaben- und
Mädchengestalten auus Siein gehauen, welche die Flöie bliesen und
Guitarre spielten. Es war das Alles neu für Paul und machte
ihm Freude; aber seine Freude konnte nicht aufkommen vor
dem finstern Ernst der Mutter. Er fragte mehrmals Wem
gehören die Rehe? Wem gehören die Hirsche? Wem gehört
das Alles? Sie antwortete ihm kurz: =-c nicht!
c1
In der Nhe des Schlosses sah sie der Gärkner, der die

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Orangeriehäuuser zur Nacht decken ließ. Er blickte ihr verwun-
dert nach, weil sie seit Jahren nicht im Shl-sigarien genesen
war, bok ihr den Gten Abend, sagte aber Nichts. So kam
sie bis zu der Stelle, an welcher der kleine Flus; sich durch
die Ausgraluugzen zu eitemn grosßen Teiche verbreiierie und von
wo sich das Schlos: auuf seiner Terrasse am stolzesten auSnahm.
=-e Sonne war schon zum Sinken geneigt, sie spiegelte sich in
e1.
den Fenstern, das: sie leuchteken, als wäre Feuer dahinter. Auf
den aerrasse:n standen, wie in Paulinen's Garten, auuch noch
einnige Stockrosen, die der Nachtfrost verschont hatie und die
dem Knaben als eiwad Belanntes Vergnihgen gewährien. Aber
obschon die Terrnsse durch das Schlos: vor dem Winde geschiizt
war, waren auuch hier die Bäiume schon entlaubt. Die lezien
acht Tage hatien sie sehr uiigenomnmen, ihre Bläiter schwammen
auf dem Wasser, von dem der Nebel aufzusteigei begann, deun
die Luuft war klar uun lalt.
ae vielen Schornsteine des Schlosses, die sich, dret. rier
aneinandergeleg.=. umporhoben, fielen dem Knaben auf.
Iss n
Zahle die Schornsteine und merke Dir Alles, denn hier
ssss D.z- :=-! cg-
iddg--- =-----=- - - was ist Deines Vaters Haus! sagte die
Mutter mit dem kurzen, nachd.aaucen one, der alle ihre Worte
zs-,Fss
auf diesem Wege dem Kinde auffallend und eindringlich machte,
ohne daß es wuußte, weshalb ihm Alles so besonder- -=ang.
s ß?
Zahle die Schornsteine, wiederg=- - --- zähle, wie
issA
-süils s? -
viel blanke Fenster das Schlos: hat, und wie viel grosße Thore
und Thiüren. Hinter den blanken Fenstern, u denen die Sonne

zug 10 Clel! sMlLgE.«, -=--== -- ß-=--==z- =- -=-- -=zss--- -=s
s? sinof?of
s(s,ßs?,z (Fze oi ffuzmsson iif-d.
spielen, aber Du wirst nicht hineinkommen in das Haus. Merke
es Dir gu.. Das ist Schloß = -=--- - =i- =-u, Paull
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NFFss ! Sa-s ed,
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-:-»-=- -- -»--l, das gehört demt Baron VDda -==»,
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V--== === --l, U1 dey O;pl. -=ss=s- -s- =-=-- --- - - -
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s 9, s.ss (s cx;
-waron vos. --- -- -s- =elt Vater, Pault
Das
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Der

-- ßZ-
Sie sah den Knuaben an, sein ernstes Gesicht, in dem sich
ein großer Scharfsinn kundgab, befriedigte sie. Weisßt Du's
jezt? fragte sie.
--; das ist Schlos; Richten, das gehört dem Onkel Baron,
N,
und der Baron von Arten ist mein Vater! sprach der Kleine
ihr halb verwundert und halb im Schrecken nach.
Mert! Dir's, Dein Vater heist Herr Baron von Arten!
wiederholte sie. Sage das noch einmal nach!
Mein Vater heisßt Herr Baron von Arten! sprach das Kind;
und ich komme nie hinein! sezte er aus freiem Antriebe hinzu,
deni es that ihm leid, das er nicht hinein sollte in das schöe
Schlosß zu den gliicklichen Kindern, die eins hinter den goldenen
Fenstern spielen wüürden.
Mache, das; Du hineiulomusi! ries die Muller uit unier-
drückter Stimme, denn Dir kommt es zu, dort in dem Schlosse
zu wohnen. Dir konut es zu! Hörst Du, Dir! Du bist der
älteste Sohu! Dir kommt es zu, dieses Schlos;!
In dem Augenblicke hörte sie Schritte. Sie fuhr zusammen,
fasßte ihres Sohnes Hand, und als sie sich uuvendeie, siand
der Caplan vor ihr. Er hatte sie aus dem Fenster seines
Zimmers auf der Terrasse gesehen und kam besorgt herab, sie
zu fragen, was sie hierher gefüührt habe.
Paul soll doch wenigstens eimmal sehen, wo sein Vater
wohnt, antvortete sie trocken. Da er den Park und das Schloß
nie hat betreten diürfen, so lange wir hier lebten, soll er es ßch
genau betrachten, ehe wir von hier scheiden.
Der Caplan machte keine Einwendungen dagegen. Er
sprach ihr und dem Kinde freundlich zu, aber er suchte sie,
indem er vorwärts ging, von der Terrasse, auf welche auch die
Fenster von dem Zimmer des Barons hinaussahen, fortzubringen,
und weil die Achisamkeit des Knaben sich auf die Schwäne
unten im Flusse hinwendete, gelang es Jenem leicht, Mutter

--- ßZ--
und Sohn dorthin zu leiien. Am Flusse blieb Pauline stehen.
Die Sonne war herunter, das Wasser sah schon ganz finster
und schwarz auus, die Schwäne zogen mit ihren weißen gehobenen
Flüigeln langsam darauf hin.
Sieh', wie breit der Fluß hier ist! sagte Pauline, der geht
durch das ganze Land, und ist tief, sehr tief. Noch ein vaar
Wochen, dann wird er gefroren sein. Vergiß has nicht, Paul!
Oben liegt das grosße, helle Schloß und unien fließt das tiefe,
finstere Wasser! Wirst Du das behalten?
Ja! versicherte der Knabe.
Nunn, dann lönnen wir gehen! rief die Mutter, blieb aber
doch noch einmal stehen, um: noch einen Blick auf das Schloß
zu werfen, und sagle: Da oben ist auch Alles leer, all die
Sluuben von der seligeu gnädigen Frau und von dem gnädigen
Fräulein! Die haben auch Plaz machen müssen!
Sie seufzte, wollte noch Etwas sagen, unrerließ es jedoch
und wünschte dem Caplan einc gute Nacht, wobei sie ihm dankte,
daß er so viel Geduld und Nachsicht mit ihr gehabt habe und
das; er sie und den Knaben hier nicht gestört. Er versuchte,
mit ihr von ihrer Reise, von ihrer Einrichtung in der Stadt
zu sprechen, und geleitete sie während dessen bis zum Parke
hinaus. An der Pforte desselben bat er sie, sie möge das
Wort halten, das sie ihm neulich gegeben, den Baron nicht
weiter zu beunruhigen.
aJas ich versprochen habe, das habe ich versprochen und
das werde ich halten! Was der Herr Baron von mir noch
hören soll, das erfährt er durch Sie, Hochwürden! betheuerte sie.
Der Caplan lobte das, sie boten sich nochmals gute Nacht,
und Pauline schritt mit ihrem Sohne durch die hereinbrechende
Dunkelheit gen Rothenfeld nach Haunse.