Von Geschlecht zu Geschlecht. Roman in zwei Abtheilungen. Neue, von der verfasserin veranstaltete, revidirte Ausg.
Fanny Lewald
Kapitel 18

Achtzehntes Capitel.
,Ii Nothenfeld und in Richien, im Amthofe wie im Schlosse
hatte man vollauf zu thun. Der Glöckner mit Frau und Kindern,
der Sacristan mit seinen vier Schülern waren eingetroffen. Eva
hatie auf Auweisung des Freiherrn das Haus fiür sie eingerichtet,
die Vorrälhe sir den ersien Bedarf des neuen Hcusstandes herbei-
geschafft, und wie leicht der Freiherr dies auch veranschlagte, fiel
es fitr die Verwaliung doch immer in das Gewicht, denn der
Unterhalt fir zehn Personen will erworben sein.
a Schlosse langte um die festgesezte Stunde der Fürst-
bischof, wie zur Grundsteinlegung, mit seinen Vicaren und
Caplänen an, und Angelika, obschon sie sich danach zuriczog,
um ihre Kräfte fir den nächsten Tag zu Rathe zu halten, ließ
es sich nicht nchmen, ihm bis an die Schwellc ihres Hauses ent-
tegen z gehen. Sie wollte die erste sein, welche des verehrten
Greises Segen fir sich und ihren Sohn erbat.
Im Laufe des Tages hatte der Bischof verschiedene be-
sondere Unterredungen mit dem Freiherrn und mit dem Caplan;
auch mit der Herzogin wanderte er im lezten Sonnenscheine noch
auf der Terrasse umher. Nenaius, an dem sie, ohne auf ihn
zu achien, mehrmals vorübergegangen waren, hörte, daß sie ron
Jtalien sprachen, und fragte am Abende die Mutier, weßhalb sie
nicht auch einmal nach Jialien reisten, wenn es dort so schön sei.
Herbert war schon seit zwei Tagen im Amnihauuse. Er halie
dem Freiherrn am besiimumten Termine den Biu übergeben, die
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ezz eh
Schlüssel ausgeliefert, und dieser hatte es an Lob und Aner-
kennug für den Architekten auuch jetzt nicht fehlen lassen. Eine
Einladung, in das Schloß zu kommen, war an Herbert nicht
ergangen, aber der Freiherr hatte ihn auufgefordert, am Abende
des Festtages sich zu der Mahlzeit auf der Birkenhöhe einzu-
stellen, und er hatie dies schicklicher Weise nicht ablehnen dirfen,
obschon ihu jede Begegnung mit den Schlosbewohnern peinlich war.
Die ganze Nachi hindurch hatie der Gärtner mit seinen
Gohilfen Kränze und Guirlanden zuu den Ehrenbogen geflochten,
die den Eitgang der Kirche, den Allar wie die Kanzel zieren
sollten. Als der Morgen in seiner Herrlichkeit herauufzog, waren
der Gehülfe und Herbert schon auf den Fisten, um die Aus-
schmickung fiür die Kirchenfeier zu üiberwachen und zu leiten.
E haite in der Nacht stark geihaut, nun dehnien und
wiegien sich unier dem heis;en, enisallenden Soensirahle die
feuchlglänzenden Blätter und Gräser. Kein Wölkchen siand am
Himmel. Ueber die Getreidefelder wehle der Morgemwind, daß
die Halme sich neigten und hoben umd die noch weiß schimmernde
Aehrenfille des Weizens und der Gersie sich unier demt leisen
Luftzuge wie die zikternden Wellen eines glänzenden Wasser-
spiegels schillernd bewegten. Die Vögel stiegen iberall aus Feld
und Busch empor und schwangen sich mit jubelndem Gesange
hoch hinwwweg iber das goldene Kreuz des Kirchthurmes, welches,
wie Anngelika es einst ersehnt hate, jezt weithin leuchiend in
die
an
Ferne strahlte.
Früh um neun Uhr ging der Glöckner zum ersten Male
sein Amt.
Angelika stand an dem Fenster ihres Zimmers; sie sah
gedankenvoll in die Gegend hinaus. ,.h habe einen sonderbaren
N,
Traum geträumt, sagte sie zu Marianne. Ic ging allein, vor
euch Allen in die Kirche; es war ein prächtiger Tag, und ich
glte mich so leicht, das; ich die Erde gar nichi berühhrte. Ich
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v,s,. Ezzss sfsn fm:s- AF=üiKz-
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s»--- .-- -=-i- --»-- gpeach, ertönten die ersten Schwin-
gn der Glocken durch die Weiie. Angelika's Herz wallte
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CH dränigle sie, de Herru dsiir z dale:n, das; er sie
die Ersillng ihres Gelöbnisses erreichen------ daß sir den
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Tag erl.=.., a wwelcen die Glocenn -g--- 1 s --==- iah-
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es andere, ganz andere Gefithhle waren, welche dieser fcemde
Klang in den Herze ihrer Umtlerthaiet wecte.
Nach lrzem, ilrislige Gebete rchiele sie sich auf. Sie
---b-- -pren Gaitenn sehesn.
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Sessel gel. « -.. Die Glocen der Kirche -- -- --- ---»- =-=--
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Der Freiherr unl. - lgellla warell ==-- g=g- bo1eg«- »-- i-b==---
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sich durch eiu gemeinsamt Gewolltes und Erreichtes. . -=-= --
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sic duucs die hE-gj- -=«.1Oi, ===-»p -- sz--s -hsszi--- ==----=
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---b-u - durch a.den unnd Frenn..- -==g die Hoffnungen und
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Sorgen fir ihres Sohnes Zukunft verbundan und z --=-==
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==---- Niemnals waren sie in ihrem Denken und Em-
sifsssdoni: insli- -ii ssFizs fs-siinno -oiiosni-
z7sss s==ss -is= zz - iiis Siss »=i»sz- -.- juiu, (hH uuuuu - =?sn=s - -;s»s sz s - ==- »R
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standen sie sich gegeuuber, das H -z -=-- ---- -eea. -=--- .=--
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in.ss j sis.is
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Eidlich überwand der Freiherr sich.---- p---»- b---- a-
Nz- si--b i- V,s=
sagte er, und wie man auf der Höhe eines erges der Mühhen,

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mit denen man ihn erstieg, leicht vergißt, um sich der herrlichen
Fernsicht zu erfreuen, so dirfen auch wir, der--. -- die wir
z-s.=
bringen müssen, fortan nicht mehr gedenkend, uns des Geschaffenen
erfreuen, das denen, die nach unns konmen wwerden, von uns
Kunde geben und unsere Namen in eine ferne Zukunft tragen
wird. Las; uns einander Glick dazu wüünschen!
Er kisßte sie mit Feierlichkeit auf die Stirne, und unfähg,
ihre Erschiillerung zu verbergen, z schenn, sic ihhmn in die Arme
zn werfen, luszte sie ihm die Hand. Das fuuhr ihm wie ein
gsF
==-== durchs Herz.
Angelika, Beste, was ihustDu ?rief er erschrocen anus. Aber sie
=--=»g z ihm empor und sagte Las; es geschehen! Es hat mir
AIi zs:
wohlgethan, lieber Franz. Dich so mild gesiimui z sinden, und
ich gewine daduurc den-=uih, eine Bitie aun Dich zu richten!
i)i
Er sezte sich an ihre Seite; sie blieb eine Weiie in schwei-
»s-
gendem Nachdenlen versunlen, daun sagte sie: Ich möchie n-=-
dazu des Bildes bedien.t, das Du eben jezt gebra-:-- - =- -
-s. N8s.s-!
Man sieht vom erreichten Ziele die Dinge freier an, und -
=-u wirst Dich darüber so wenig zu käuschen vermögen, als ich
--- auch mein Zel wird bald erreicht sein! Da uöchle ich den
Personen, denen ich geaht bin, so weit es möglich ist, gern
freundliche Erinnerungen hinterlassen!
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=-r Freiherr unierbrach sie. Sie haite bisher niemals
von der Wahrscheinlichkeit ihres frihen Todes zu ihm gesprochen.
Er versuchte ihre Ahnung zu bekämpfen, er wollte sich selber die
Mu
siss-
==-»==-g verscheuchen, es gelang ihm Beides nicht.
Was uns auferlegt ist, werden wir erwarten und tragen
müssen, sagte Aigelika ergeben, aber erfille meinen Wunsch.
Lege noch heute Eva's Hand in Herbert's Hand. Es wurde
mich schmerzen, wenn er, -- - ns so schön gedien., und der -
d,of i :
jpif s-.s»-ss ,-
e ----:- ==-- tir es glauben - rein und ehrenhaft Dir gegen-
iiber dasteht, unserer mit Abneiguung gedenlen sollie.

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==- JF I, e g? =-=
Der Freiherr schloß, wie unter einr schmerzlichen Be-
rührung, unwillkirlich die Auuugen, seine Bcauen, seine Lippen
preßten sich zuusammen: Angelika blieb ruhigz und gelassen. Da
Erlebte lag weit hinter ihr.
=-«« Tag ist uns, die wir den Bau begciündet haben, ein
a,s-
hohes Fest, sprach sie; Dui wiuschest ihn der Herzogin zu einem
Ehrentage zu machen. Las; ihn fiir Herbert, finr Eva und fitr
ihren Bruder gleichfall zu einem Tage sreniger Erinnerung
werden, und auch mein Herz wird ihn dan.t als einen doppelt
gesegneten empfinden, denn ich werde Dein. Verzeihung in der
Gewährung meiner Bitte empfangen zu haben glauben.
=-=zg die Vergangenheit begraben sein, laß uns auf die
N,.?-
Zuukuuft blicken, sagte der Freiherr mit milder Aluehr, und sei
es, wie Du's winschesi. Noch heute will ich Eva meine Zu-
stimmung verkünden.
Agelila danlte ihu dafir. Sie wollte Zeit und Siunde
wissen; ihr Gatte bat, ihm dies zu überlassen; er wollte sich wie
immer die Freiheit augenblicklicher Entschließung vorbehalten.
Inzwischen war es Zeit geworden, sich nach der Kirche zu
begeben. Wie vor ach- Jhren fuhr man in vier Wagen durch
g ,
das Dorf, weniger noch alö damals ließen die Gutsinsassen sich
blicken. E war Sonntag; sie waren vollzählig zu ihrem Pfarrer
in die Kirche gegangen. Dte Pfarrerin hatte diesen mit Bitten
und mit Thränen davon abzuhalten gestrebt, dcß er eben an dem
=--b-u -- Tage ein Aergerniss gäbe, aber der Pastor lies es sich
KpiifiAois
nicht nehmen, grade heute mit feurigem Worte sein Herz vor der
Gemeinde auszuschiitien und sie zu warnen, daß sie sich nicht durch
äußeren Glanz und äußeren Vortheil verführeu lassen sollte.
Der Amtmann und Eva fehlten in der Iirche. Wie sehr
sie ihren alten Pfarrer auch verehrten, sie hatten zu viel Freude
an dem Ehrentage Herbert's; sie waren dem Baue durch alle
seine Stufen mit zu grosier Theilnahme gefolgt, als daß sie es

-- Sl
Oz
sich und Herbert hätten versagen mögen, da schöne Bauwer!
in seinem ersien Schmuuce zu sehen, die erslen Orgellöne in
diesem Gotteshause erklingen zu hören.
Die Wagen machen aus:erhalb des Kirchhofes Hali. Der
Freiherr, seine Gattin am Arme, seinen Sohn an der Hand,
duurchmas; den mmii Bluuunen brslreuiet -- aa er und An-
N,1
Cu==s j-z --- -- « o0rhsalld .... ddll! gewve!hsle.. =-is- -s»pso-
-is Pl1,isspi n
sls,. ss,s. ss- dos-
pis fosf
sfsii
war es ihnen, als hätten sie dies nie zuvor gethan, und es
durchschanuerle sie feierlich.
Von d. =-glt begleiket, begaben sie sich in die herr-
-=- Hzpfone
schaftliche, -=---zel gegenüiber ge-=----e. Die kaiholische
dos- CAiio
lwoss F,- -
Dienerschaft aus dem Schlosse hatte unten in de--= Platz
ss s1Zssfis
genonnmten. Unter dem Pon.. ---=--zi der Caplan, als Pfarrer
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- ----- -- - -=-- --n Fütrsibischof unu sein Gefolge. In volle..,
dpi isniis ()sz-,si.
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v-=--= -- »tlängen ließ die schöne Orgel ihr Halleluta- -=-----
,pf iifsos
s sio lisdoi O
die Chho..aben schwangen die silbernen Weihrauchgefäste, und das
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=-u-- -i-==- - - 1F voraufgetragen, schritt der Bischof mit
f.. s.ls,s.Kss». O=-n
seinem Gefolge dem Altare zi, die erste Messe in der Kirche zu lesen.
===----- - -- -- z -- -- gule Kanzel, und Agelila wie
DHiss I.islsf d
s- N1s,iifs s,.'
der Freiherr glaublen ein Wudder vor sich zu schen. -- - --
,Lss- nwrs
jüüngt sirahlte sein Autliz, mit fremd.m, uächtg ergreifendem
Tone schallte seine Stimme von der hohen Wölbung der Kuppel
zurick. Er fihlte die Begeisierung, das Feuer und den Eifer
seiner jungen Jahre in sich wiede.--. de -==-=-«ende Kraft
-z- lp ss=ps:
-s,lis»s,-s -
der Gemeinde erwies sich aun ihm mächkg, und er -.nle die
l,sis
pioonin Aoor
-- - - - F --- -- - zt sprechen hatte, gentail gelg, nm
Apzspf o
= - =-=- zu finden, -a denen er sie bewpegen lonnie. Er
s M,ih- -
sss
.-usle, vaö demn Hause derer bo.. -- ---- =-d, er wwar diesem
i: Ks--l.is s,-s.ll -
Hause durch ein langze- -- en so eug verbuuden gewesen, der
-o: N,.s
Freiherr und Angel. -ren seimiem Herzen jeder auf seine
1,- si
,1,.?s,- s,i is1 sifiihids
»-i --»-= =--=-===-, daß es keiner Kunst bedurfte, daß er
nur der eigenen Eingebung zu folgen brauuchie, um: sie mit sich
zu erheben.

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-- ==e K s
Mii stolzem Selbstgefihle verlies: der Jeiherr nach been-
digtem Gollesdieuste seinen Sitz. Er lies. g -- = -b--
C,i-lwz-s sis-1is ü fss
ss. sl.i lzs.i -1s.s
ssiss s-
ifn - s,ss
----- -p-- dem Fütrsthischof vorz--- -- ----h---==- sah-p -
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z ss isiiss
bipsiis 9siw
=s- ---- --=gzell.i.e zut ersient Male wteder. ..s alley g--=---
.f
danlte ui ihi ihre Hand hinreichle, wagie er es, sie an seiue
Eiszsins:
His Ssis lz,
- b-=- -- zl zehes!, und sie sahh .y -= - - -= ---- --z, die sie
sz-Fss.is is
F sich zu --= ----=ule.
Assfs ss
zs ss
N,
-- sprach sie, ich bin rech! krank, aber heute mag ich nicht
=»----=--, heute isl es auf lauter Freude ahgesehen, und ich
dr-is A.nssi,-
- K,ss,- , - Iss.id -
os- »-- --= - -=--==-- Nlocs zu begrllszent.
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d.=- P,s.:.s ssR miiisoss d.i; Ez-i iiiid
==f z,?- - -sg=s; -uiu ,ulH ya s =als==s -n=i ß?iuuii ei= ueu i- -g- iis=
, die Kircheuwohnungb -=-genschein; sie belobte.r Alle den Bau-
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fnipiss,==- - G,z-sipz-s si.isn liii ii
o---;-- -s z - -»- -- z== --=-- -== gVseS T. dhlgefallet a1. =- -
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Anerkennung, denn Eva und ihr Bruder hörten sein Lob und
' fnoiois ss ,.
o=--- =z gs- =zl; aber der Aiihlic der Baronnin lies; in ihren
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zss- -zCVJOl le.a -b=p- H=- -sj z z-s-
ii?.
.i f,nplznis
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-zs doiss s.lsiis »iH is ü
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- ------;- - -s Dosz- -- -=g-s --e slC eüg -.. --ulLO
--lis-s -innis s;. Plss.islif,-
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=»z-=-- -- ii..u, Cu -=js s==ss j - -sszz-iuui z(lll. .uis =-== -s»
-z s f, ss
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-s= z Ehsren verausta... h.--- mut Fr.t.u ..lichleit die
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z =-------; sie empfina die zahlreichen Gäste aus der Nae,vue
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zu. Als die Sonne sank, fuhhren die Wagen vnr, um diejenigen,
welche, i. - gella, d..-- hen de. -örges zu schene- =-----
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--==-ail und Eva halten Eihiladu nngenl zl -- - -.-enndbrode
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Vehilfe, wie das ganze Gefolge des Bischofs.-=---- -- i» ---
s..s,sdiis si.
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= -ulnch -.ar der Gesellschaft. Bei einen: im Freien ver-
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anstalteten Feste brauchte man mit den Einladungen nicht so ;
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ängstlich zu sein.
Der Park war belebt wie in den glänzendsten Tagen de z
Hauses, der Freiherr rechi eigenilich in seinem Elemenie. Der J
Fiirstbischof, die geistlichen Herren seines Gefolges, die Herzogin. z
die adeligen Familien der Nachbarschaft bildeten eine statiliche I
Versammlung.

Als man oben auus der Hihe anlangie, sand manu den neu-
erbauen kleinen Tempel in allen seien hervorragenden Linien
mit Blumengmirlanden geschmiici. , wer Freundschaft!' war Z
mit goldenen Buuchstaben üler der Eingangöihiüre zu lesen. Man
hatie die Marmortafel, welche diese Jnschrift trug, erst während
des Tages angebrachi. Eine sansie Musil ertönfe aus dem
?
V
Jmern des Baues, die Thitren öffneten sich, das Bild der Her-
zegi, welches wähhrened ihres Ausenihalies in der Siadi im
Aufirage des Freiherrn von einem geschickten Maler auusgeführt
worden war, hing reich bekränzt dem Eingange gegenüber. Man
I
haite davor eine Art von Alkar aufgerichiel, auuf welchem Blumen
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z
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I
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und Feldfrüchie, Garten- und Feldarbeits-Geräthschafien wie in g
einemn Tempel der Ceres und der Flora aufgestellt waren. Von S
»
dem Sacristan wohl eingeibt, sang das Qunartekt der Knaben z
-
ein Loblied auuf die Herzogin, das von dem Freiherrn selber dem F
Schiller' schen,Mädchen aus derFremde' nachgedichtet worden war. Z
Bei der Strophe:
»F
Sie theilte jedem eine Gabe,
Dem Frichie, jenem Blumen aus;
Der Jilngling und der Greis am Siale,
Ein jeder ging beschenkt nach Haus --
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führie der Freiherr die Gefeierte vor den Altar. =--== - - z
dort aufgestellten Geräihschasten befanden sich verschiedene lleine F
Körbe, in denen auf und unter blihenden Blumen, mit den Z
Namen der anwesenden Personen bezeichnet, die mannigfachsten F
-
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-- A1
z Geschenke vorbereitet lagen. Er händigte ihr das erste dieser
. Körbchen aus und bat sie, als Schitzerin dieses Tempels, der
fortan ihren Namen kragen sollte, den versammelten Freunden
; ein Andenlen an sich zu hinterlassen.
Die Herzogin, solcher Darstelliig im hächsten Grade mäichtig,
I =-erzog sich mit vollendeler Amuukh ihrer Aufgabe, und eine
mspi
, gewisse Nihrung, eine ihr soust fremde Weichheii verliehen den
z Gescheulenn, die sie auuszuulheilen halle und die dem Nange der
? -
, Perzogin wie dem Asehen der Empfänger angemessen waren,
einen erhöhten Werlh.
s Schweigend und in sich selbst versunlen wohnte Angelika
dem Schauspiele bei. Sie schien es kaum zu bemerken. Ihr
Auge sah durch die offenen Bogenfenster in das Thal hinaus.
Auch Herbert hatte wenig Sinn fir die gegenwärtige Feierlich-
keit. Er ahnle, was in deu Herzen der Baronin vorgitgz.
So, im sinkenden Tagesscheine, hatte cr einst mit ihr auf
; dieser Höhe gestanden, hier auf dieser Stätte war sie ihm als
,, das Urbild edler Schönheit erschienen, hier hatte ihr. arauer
-p. s
, ihm das Ungliick ihres Lebens enthillt, hier haite er sich -,----
ss-=- iis
s selbstloser Freundschaft zu eigen geloben wollen -- und schon
,; damals hätte ihr Ausruf ,Hier oben dinnfen wir keine Kirche
bauen!'' ihm verrathen lönnen, was später ihm so verwircend
F und so schmerzlich klar geworden war.
J
- -ss-
sßfsp pH Hspe pi-son
- oz-. der Neinen, der erhabenen Seele z.-- - z=-- -=---
ZTempel der Erinnerung errichten mögen, und man weihte diese
F Stätie dem Andenken jener fremden Frau, deren selbstschtige
ßArglist Angelika's Gllc untergraben und zerstören geholfen.
?Er konnte die Augen nicht von der Baronin wanden, auch Eba
f
ß dachte nur an sie.
s Man schämi sich seines Glickes, wenn uan auf sie blickt!
s
z sagte sie zu Herbert, der sich zwanglos an ihre. Seite hielt.
! Der Freiherr wies den einzelnen Gästen mit le- zand-
-i.s- H

k
1

- A
z
beweguung die Reihenfolge an, in welcher sie sich der Herzogin
Zil1-p- =- 0--- =- ß--»--- --g wucs vomt Mingte;
-i fss ez; -
ii: (s s sisiiiiin
sIlsiufs:
zu Minute. Zwischen -. euzel - =---phen des Gedichtes -
wsnis gs - p
dii:
, in zsmko ?
oAl,s s,-zdo it
.: M,=-ss.iliish I.
i:n fpi: Fsf-isspfo
uz=i = ui. ===s s= - -z==s aeu z.-sC1»=1sgz Os,)= s=s.au uuli ss= v)s »ssG1 z
Nhythmus und in heiterer Melodie leicht bewegende Verse ein-
gelegt. So ging es fort, bis die geladenen Gäste alle ihre
Gaben elp;ge h. - und auf e- .-O -- oes Freiherrn
siss -
-s N,
Azss,-zf
ssszfAiis
der Archiieli an den -- .ar beschieden wuurde.
Nsi,
Als er sich demselben n=g---- erhob sich Ang= eon
»ssz- s-
J.zfu -
ihreu Plaze, winlte Eva zu sich heran, und während sie selbsi
das überrasch.=-adchen an Herbert's Seite geleitete, sangen
i. gs)
die Knaben die Schluszverse des Gediches:
Doihh nnhhle sih ein liele Paar,
Dem reichle sie der Gaben beste,
wer Bluen allerschönste dar!
sn.s. his
uuzsd Eya 1.- --- - « S Hü1..a .l El-=-. ldgpCD, gz-- --
s G,z-I..=-s K
ind. i
ssAiAf
gella lese, dast .a die beiden es veruehmen lonnien: Seid
s- s lss!
gliclicher, als ich, unnd dennlel meiner, weun ic nichl neh ---
Herbert und Eva sanlen-=- zu Fiisßen, die Gesellschaft
si-
--: -=--- -. und ihre Glüückwimnsche aus. Maiu merkte es
--is 1,s,iis
»-.s sa-
».s
==pk. dis --lgelt. noch blässer geworden war und leise ihre
»s Ns.
-s,-
-hränen trocktete. Herberl und Eva waren ein so schönes Paar. I
ep
=-a ganze Erfinduung und Ueb..schung-= volllonnnen
pszH
ii1 z
o---=le der Gesellschaft, uh. --- z-== -ullcs 1=-- h- b=s- ,
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sd. isnnis si,fs,- H
ssplzz- -is fsziii:
dzis dp I
.- NAsis s
=== caUel. == -- -1z1lscsel! dl. =z-=-l Cg Flle; =- -
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iiin oi: ss
=- ---=- -- d- z-e, der Garten, ds-=--bu, das Schlos sirahlten
S,mssil
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. K.s»--ss.-
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d,=- S ss z sis
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=--- =-z-g-CF = -uulül1l, Ud wähyes;d V0l! ==-- ===- z
SHiisnol
b--=- =»=--=- gelegenen Nuinen des alten Schlosses die?
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erstezt Garbeit des Feue..=- - -- I g= i--z -=»=-- =- -
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