Die Erlöserin.
Fanny Lewald
Kapitel 07

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Hiebentes Gapiies
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An einem. der folgenden Nachmittage war ein
starkes Gewitter aufgestiegen. Es hatte lange gewährt
und doch die Luft nicht abgekühlt. Es regnete leise
fort, die Fenster in dem Wohngemach der Gräfin. waren
offen, aber kein frischer Luftzug drang hinein, und
obschon man noch über eine Stunde bis zum Sonnen-
untergange hatte, war es dünkel. Man konnte in dem
dichten Regengeriesel' nicht einmal ds Meer erkennen.
Die Gräfin. beschäftigte fich -mrit einer leichten
Handarbeit, ihr Bruder saß lesend in! einer' der Fenster-
nischen. Aus Clarissens Zimmer tönte Musik' herüber.
Mit einemmale legte: der Baron ldäs Buch aus der
Hand.
,Sonderbar,! sagte er,. ,der-Rhythmus der Can-
zonetten ist dem Rhythmus der Gediche,, die ich eben
las, so vollstäändig entgegen, däß ich es wie eine grelle
Dissonanz empfinde.!-.
, Es ist im Grunde auch nicht mehr hell genng,
weder zum Lesen, noch für, meine. Arbeitl! meinte die
Gräfin und legte die feinen Nezgewebe nieder. Dann
sich' nach dem Fenster wendend, fügte sse hinzu:' Der
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Wind kommt von Südost und ist schwül wie der
Scirocco. In solchen Tagen sehnt man sich nach
Jtaliens hohen kühlen Sälen, nach seinen Loggien
zurück.?
,Und wie mag erst drüben in den engen, nie-
deren, von Menschen überfüllten Häusern und . Hütten
die Luft heut drückend sein! bemerkte der Baron.
,Das ist Sache der Gewohnheit, ist auch Sache
einer Art von Aeelimatisirung,! entgegnete die Gräfin,
Isie empfinden das nicht wie wir. Aber ich glaube,
die Enge, in welcher jene Leute leben, beengt ihren
Blick ünd nimmt ihnen das freie, weite Denken. Ess
hat mich das neulich wieder einmal. überrascht, als ich
in der Pfärre gewesen bin. Nainentlich die Frauen-
sind wwon einer wahrhafti kindlichen, um nicht zu sagen -
kindischen Sorglosigkeit. Sie nennen es Gottvertrauen;
und- sien- haben es doch vor Augen, wie ihre Ge-
schlechter rasch zu Grunde gehen, während die unseren
sich durch die Jahrhunderte erhalten und wachsen? und
gedeihen.!-
,Doch auch mit Ausnahmen. Und wir haben
andere Möglichkeiten als das Volkl' warf der Baron
ihr ein, ohne' zu, wissen, welches besonderen, Falles
seine Schwester dabei gedachte.
- zFreilich können solch traurige Ausnahmen vor-
kommen, wenn man die günstigen Möglichkeiten nicht
benüzen, willl fiel sie lebhaft ein.
Der Baron, der die ganze Unterhaltung bis da-
hin mit einer Art von Lässigkeit betrieben hatte, hob
plözlich den Kopf empor, und mit einem Lächeln,

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das ihn sehr wohl kleidete, fragte er: , Sind diese
Bemerkungen vielleicht nur die, Einleitung zu einer
neuen Variation,des zwischen uns, schon oft behandelten
Motives??-
,Durchaus nicht! rief die Gräfin. ,Wie kommst
Du nur darauf?
,Du hast mich argwöhnisch gemacht!' versetzte er.
,Weil Du Dir selbex Unrecht Hust,? entgegnete
sie ihm, ,weil. Du mißtrguisch geggn Dich selber bist.
Und ist denn die Voxsorge einer Schwester für den
Bruder ein Angrif,guf tseine Freiheit??.-
,Nicht ein Angrif auf seine Freiheit, gbex viel-
leicht ein' Mangel an Zutrauen, in seine Einsicht; be-
sonders, da das dem Menschen angehorene Glücks-
bedürfniß ihn schon von selber antreibt, Befrjedigung
zu snchen und die ihm dargehotenen,,günstigen Be-
dingungen zur Erreichung derselbeg- zu henützen.!
Die Gräfin fühlte die Zurßgwgisung;, ohne sich
dagegen aufzulehnen, denn sie hatte,' wwie schon gesagt,
für ihren jüngsten Bruder fast, pzehr, Säxtlihfeit und
weit mehr Nachsicht, als für die eigeneg, Kindex, und
gleich ablenkend von einer Richtung,; die, , ihm, nicht
willkommen zu sein schien, erklärtezsie, -dgß sie bei
jenem Ausspruche nicht ihn und ihxe Wünsche für die
Gestaltung, seines Lebens, sondern nur das Schicksal der
Pfarrerfamilie und namentlich der Pfarxerstochtex im
Sinne getragen habe. Sie gab darauf nit einigen
Worten den Inhalt ihrex Pexhgndlungen mit der
Pfarrerfamilie wieder und meinte dgnn; inzwischen
sei ein anderer Gedanken ihr gekommen. Das Mäd-

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chen sei wirklich noch sehr jung, und wenn man auch
den Plan, die Zukunft der Pfarrerin durch die Ver-
sorgung der Tochter festzustellen, im Auge behalten
müsse, so würde es daneben doch gerathen sein, auch
für die weitere Erziehung und Ausbildung des Mäd-
chens noch Etwas zu thun, um ihm damit für den
Nöthfall die Möglichkeit eines selbstständigen Fort-
kommens in der Welt zu bereiten.
- - Emanuel fragte, auf welche Weise die Schwester
-dies ins Werk zu sezen denke.
,Ich möchte sie vielleicht für einige Zeit in das
Schloß nehmen!' entgegnete sie ihm.
Ihr Bruder sagte, damit werde sie ihm ein Ver-
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gnügen machen.
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,Dir? rlef die Gräfin, , und wie das?
,Das Mädchen ißt sehr schön!?
,Es ist unser guter Volkstypus. Die Mutter
ist auch eine hübsche Person gewesen,! versetzte die
Gräfin.
, Die Tochter hat mich neulich durch ihre Schön-
helt völlig überrascht,? meinte der Baron. ,Cls ich
zum erstenmale nach der Pfarre ritt, stand sie am
Rande eines Kornfeldes plötzlich wie die leuchtende
Göttin der Aehren vor mir da, als wäre sie mitten
aus ihnen frisch emporgeschossen. Es war ein sehr
anmuthiges Bild, ein reizender Eindruck; und danach
hatte ich noch ein kleines Abenteuer mit dem Kinde,
das mich auch gerührt hat. !
Die Gräfin wollte wissen, was das gewesen sei;
der Bruder verweigerte ihr scherzend die Mittheilung.

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Das machte sie dringender, zyud er sagte endlich, er
habe der schönen Pfarrerstochter, ghne gs zu wollen,
vielleicht die erste Enttäuschung ihres jungen Lebens
bereitet. Sie habe dahei ein liebenswürdiges Gemüth
enthüllt, es würde ihn also freuen, wenn ihr Gutes
dafür widerfahre.
Die Gräfin entgegnete ihm: darauf weiter Nichts,
aber sie erhob sich von ihremt Sessel und nahm ihm
gegenüber in der Fensterhrüstung Plaz.
Sein Verhalten gegen,die Frauen war schon häufig
ein Gegenstand der Erörterungen zwischey ihm und ihr
gewesen. Er bewunderte ;die weibliche Schönheit mit
der ganzen Wärmne seines Herzens und seiner für
Schönheit in ungewöhnlicheg. Gxgde empfänglichen Na-
tur. Weil er sich gber durch die Bhttern und durch
seinen Wuchs weit mehr beeinträchtigt glaubte, als es
in der That der Fall war, und weil er den Abstand
zwischen der Schönheit seiner frühen, Sngend und
seiner jezigen Erscheinung gicht pergessen -komnte, hatte
er sich in den Gedanken hineingeleht, um seiner selbst
willen die Neigung der, Frguen nicht gewinnen zu
können. Diese Neberzeugung hatte jhn bewogen, sich
von den Frauen fern zu halten, wie sie ihn dazu ge-
bracht hatte, dem Andrängen seiner Familie zu wider-
stehen, die ihn zu verheirathen, gmd durch ihn das
dem Erlöschen nahe freiherrliche Geschlecht fortgepflanzt
zu sehen wünschte.
Daß Emanuel ihr von dem kleinen Abenteuer,
welches ihm doch einen angenehmen Eindruck hinter-
lassen, nicht früher schon gesprochen hatte, da er solcher

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Dinge 'sonst gerne zu erwähnen pflegte, fiel der Gräfin
-auf; noch mehr aber wunderte es sie, daß er, der
täglich ein' paar Stunden zu Pferde zubrachte, nicht
Tngst einmal'' nach der Pfarre hinübergeritten war,
das Mädchen wiederzusehen, das ihm so wohl gefallen
hatte. War dies eine Zurückhaltung gewesen, die auf
- einen besonderen Eindruck schließen ließ, oder war es
Gleichgiltigkeit, und hatten nur ihre Worte ihü jenes
erste Begegnen wieder zufällig in die Erinnerüng ge-
rufen?-- Darüber mußte die Gräfin in das Klare
ömimmnen,'denn: nach dieser Seite hin war die Gemüths-
verfassing ihres Bruders ihr von Wichtigkeit.
- ,Ich habe gestern schon des Amtmanns Schwester
kömmen lassen,- sagte sie, , und ihr angezeigt; aaß
Tch ihr das Mädchen, wie früher dessen Mutter, zur
Schulung übergeben wolle, und nebenher soll meine
Kenney sich der jungen Person in ihrer' Weise an-
nehmen. Die Mutter ist unter der Leitung von Ulrike
-wohlgerathen, und da die Tochter eine andere, und
wie ich sicher bin, eine gute Vorbereitung erhalten
hat, auch durch die kultivirtere Familie des Vaters
eine feinere Natur besitzen mag, wird vielleicht mehr
aus ihr zu machen sein.!
,Mehr? was nennst Du mehr in diesen Falle?
fragte sie der Bruder.
- Die Gräfin hielt ein wenig inne, denn sie liebte
es, selbst in kleinen Dingen nicht ihre- Absichten im
Voraus völlig kundzugeben, um dadurch bei späteren
Meinungsänderungen nicht behindert zu werden; doch
-wich sie diesesmal von ihrem Grundsatz ab.


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,Ich finde, daß die Kenney altert,' sagte sie. ,Sie
war bei dieser lezten Reise angegrifener, als ihre Jahre
es nöthig machten, und ich könnte nach Clarissens Ver-
heiratung vielleicht mehr als bisher zu einem Reise-
leben Anlaß haben. Die Kenney hat mich seit meiner
frühesten Kindheit nicht verlassen, hat uns immerdar
begleitet. Sie kann sich also ein Leben ohne uns
Kum denken, und doch kann ich' eö vor mir selber
nicht verantworten, sie immer auf das Neue unnöthigen
Anstrengungen auszusetzen. - Das Reisen und der
Aufenthalt im Süden sind ihr schonl seit Jahrenn nicht
bekommen, dagegen sagt ihr, wie allen Engländerinnen,
die Seeluft zu--
,Du willst sie als künftig nicht nehr mit Dir
nehmen, willst ihr einen Ruhesiz im Schlosse geben!
unterbrach sie der Bruder.
,Sage nicht, däß ich sie nicht mit mir nehmen
will, entgegnete die Gräfin. ,Ich fürchte vielmehr,
daß ich mich um ihretwillen früher vder später werde
entschließen müssen, sie hier zürüchuhgssen. Sie wird
mir freilich fehlen, denn ich bin an sie gewwöhnt, und
auch ihr wird es zuerst wohl hart erscheinen, hier zu
bleiben, wenn es mir nicht gelingt; hier einen Beruf
für sie zu finden, der sie mit dem Gedanken aussöhnt.
Noch habe ich ihr nicht davon gesprochen, da die Zeit
mich noch nicht drängt, und ich habe es schon seit
langen Jahren gelernt, die Zeit und den Tag als
TäI. --== =-
Sie stüzte bei den Worten das Haupt auf ihre





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Hand und blicte pie in shwermüthfgegz, Sinnen in
die Fexne. Der Bargn sah das mit einem Lächeh,
weil es gegen ihre Art war.
? - ,Du bist über diesen Betrachtungen von Deinen
-Plgnen, für, die schöne Pfarxerstochteg, ghgekognmen!r
»lzgte,s. --
- .Purchaus icht!' ;vexsezte Zie Gräfin, dje es
-nicht hessex verlangte, gls den Faden, der, Unterhaltung
,gieder gufnehmen zu können. , Meine Absichten mnit
dgr Kezney hängen, mit denen füür die Pfarrersfayzäie
z genag zusammen, doch kann, und mag ich Nichts ;ent-
,scheiden,-ehe ich das Mädchen beobachtet habe. Ich
muß sehen, wozu es sich am besten eignen wzird. Paß
-es den Haushalt erlernt, ist , ihm, in jedem, Fgge von
Nuzen; hat es Anlagen hesserer Art, so gnag die
Kenney diese in ihm entwickeln. Sie findet ja Be-
friedigung im Lehren und Erziehen, wie Jedem Freude
macht, ;wwas er als Meister übt. Gefällt, ihr Hulda,
,gemöhnt; sie sich an dieselbe, so würde ich sie, ihr
-dauernd als Gesellschaft geben: und später, fände dann
,Flarisse in dem Mädchen eine gutgeschulte, in der
, Anhänglichhkeit für unsere Familie geborene und -er-
eggge Pextrauenspexsxn, die ein Bedürfnjß und ein
zFegen, für ygine Frgu ist, welche in der Welt zu, lehen
I hgt. Sollte sich inzwischen in der Pfarre eine Per-
zForgung für das Mädchen hieten,. nun, jo, entläßt mian
-ge, zgd;hat Fn einer Erziehung ein gutes Werk
zethan.? -
Der Baron fragte, oh Hulda's Eltern, ob das


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Mädchen selber mit den Absichten der Gräfin ein-
verstanden wären. -. -
Die Gräfin entgegnete, -Leuten, pelche wie
die Pfarrerfamilie selten in die Lage kämen, Entschlüsse
fassen zu. müssen, dürfe man aricht mit Forschlägen,
sondern nur mit bestimmten, Anordnungen' entgegen-
treten. Sie habe. das neulichIwieder beobachten
können. Jeder unerwartete äörschlag mache solche
Leute zuerst stutzig, . dann bedenklich und scheu. Vor
Bedenken und Mißtrauen, versäumten sie das Zugreifen
und kämen deshalb zu Nichts; während sie, durch ihre
Verhältnisse an Unterordnung überhaupt gewöhnt, sich
sehr bald glücklich zu schäzen pflegten, wwenn man sie,
ohne ihnen die Nothwendigkeit einer, Wahl aufzu-
erlegen, an den ihnen angemessenen Plaz hin-
gestellt habe.
Da ihr Brder zu dieser Bemerkung schwieg,
wurde die Gräfin ungeduldig. ,Dir -mißfällt Etwas
in meinem Vorhaben, sagte: sie, ,und doch hast Du
mir eben ausgesprochen,. daß- des Mädchens: Anwesen-
heit im Schlosse Dir selbst Vergnügen machen würde.
,Das war eine -sehr harmlose Aeußerung, wwie
der gelegentliche Anblic des, Mädchens mir sicherlich
eine sehr harmlose Freude hereiten würde!? gab er ihr
zur Antwort. , Aber die Leute - haben nur das Eine
Kind, der Pfarrer ist ein alter Mann und ich weiß
es aus seinem Munde, daß in, ihrer Weltabgeschieden-
heit die Tochter ihre ganze Freude ist. Ich finde es
auch gewagt, in solcher Weise über das Schicksal eines
Mädchens, einer Familie zu verfügen; und härter noch,

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ein solch armes Kind den sicherlich sehr widersprechen-
den Erziehungsversuchen der Kenney und der Wirth-
schafterin zu überantworten.!
,Wenn es nichts weiter ist, so bin ich unbesorgt!?
rief die Gräfin, , denn das freie Selbstbestimmungs-
recht des in abhängigen Verhältnissen Geborenen will
und kann nicht viel bedeuten; und wie Du Dir die
Zukunft der Menschheit auch in idealen Farben aus-
malen magst, Du hebst das Grundgesez nicht auf, daß
-in der ganzen Natur das Niedere dem Höheren be-
wußt oder unbewußt zu dienen hat.!
,Gewiß nicht! Nur daß ich mich nicht als eines
jener höheren Geschöpfe betrachte, weil Rang und
Besiz miir zufällig angeboren wurden, wäährens die
Natur mich=?
Die Gräfin wollte ihn hindern, seine Gedanken
auszusprechen. ,Ich möchte es erleben, sagte sie, ihm
in die Rede fallend, , wie Du in den Falle handeln
würdest, wenn das Verlangen der Selbstbefriedigung
und' Deine Theorien einmal in Widerspruch geriethen.!
,Sei gewiß, daß ich versuchen würde, den Letzteren
gerecht zu sein!' behauptete der Baron.
,Sch zwweifle nicht daran,! entgegnete die Gräfin,
,Du würdest es versuchen, und Dich dann, wie wir
Olle, damit beruhigen, daß Dn es versuchtest.!
,Mahne mich daran, wenn Du das an mir er-
lebstl' rief Emanuel mit ruhiger Selbstgewißheit.
,Die Weisung will ich nicht vergessen!r versicherte
die Schwester, , denn nach meinen Neberzeugungen
werde ich Dich nur zu loben haben, wenn Du, aus
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der Welt der Ideale in die wahre Welt zurückgekehrt,
es einsehen solltest, daß wir und unsere Geschlechter
nicht bestehen könnten, wenn wir daran dächten, uns
Hhilantropisch in der Allgemeinheit zu verlieren. Das
Alleinstehen, Bester, macht Dich träumerisch. Hättest
Du, wie wir es wünschen müssen, Dich verheiratet,
hättest Du Kinder, so würdest. Du es lernen, wie
man zunächst das Förtbestehen ünd das Wohlbefinden
des eigenen Geschlechtes begehren muß.!
Der Baron sah, sie freundlih an. Sie fragte,
was er habe, ,Oh!f antwortete, er, , ich freute mich
darüber, wie Dir das diplomgtishe Verhandeln zur
Natur geworden ist, und wie für, den Kundigen ;alle
Wege nach Rom hinführen.!
Sie nahm das so heiter auf, wie es gesagt ward,
und Beide begaben sich in bester Stimmung zu den
Onderen.
Hwoww ; ,

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Achles Gapitel.
oaaawas;
-- Die Gräfin hatte die Pfarrerfamilie richtig
beurtheilt. Ihr Besuch und die- Erörterungen über
Huldä's Zukunft hgtten die stillbefriedete Ruhe im
Pfarrhause, ja selbst die bisher ungetrübte Einigkeit
seiner Bewohner, und ihre Zufriedenheit mit eingnder,
angetastet.
Der Pfarrer machte es seiner Frau zum Vor-
wurfe, daß sie die Vorsorge der Gräfin nicht dankbar
genug erkenne, daß sie die Gnade des Himmels, welche
ihnen die Theilnahme der Gräfin zugewendet, nicht
nach Gebühr würdige; und während die Pfarrexin
unablässig darüber nachsann, ob und wo in dem
Kreise der ihr bekannten Familien etwa der junge
Theologe zu finden sein möchte, der sich zum Adjunktus
ihres Mannes und zum Gatten ihrer Tochter eignete,
konnte sie es nicht verhehlen, wie ihr der Gedanke
widerstrebe, ihr einziges Kind als Einsatz zu brauchen,
um damit ihre eigene Zukunft sicherzustellen. Ihre
Empfindung und ihre Einsicht blieben in einem be-
ständigen Zwiespalte, und noch mehr als sie, wwar Hulda