Neue Novellen
Fanny Lewald
Kapitel 12

R
uhre Lust daran, sic vor ihm in aller Freiheit gehen zu
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lassen, u 1« » -- = er muftet sie ynn ?e.s --- -=-- --=s-z-» --, wie
s-s ss.- Ils-üsi
6s s-- --z»- knüue an den Heimtgekehhrten hätten, und daßß
-s.
der Vater ----- -p=n die Abrede fur den nächsten Tag zu
- eiik ȧie
macen wüinsce.
Zwwölftes Ka - - - --
si s . s
Es ist et:wwad Gewall iges um einuen grosßen Gseld besitz,
etwa= Er!abenes um: de weithinn reicenden Einslus; eines
grosten Kauimanns. Beide Werner, der Vater wie der
a ohn, waren sic dessen bewuszt, und Rutd olf nahm n--
iie
-sfoss If,
stolzer Gen=g=z tng den ihhm lange zuged=s- -- = I in
u-eli,
Du pril- .büüreau seines Baters ann dessen S eite ein.
-z f
o-s: ?
- Er hatte immer die Guinst seines Schsicksals vollauf be-
grifien, und er hatte sich derselben jetzt in hohhem Grade zu
erfreuen. aas grosze Ansehen, dessen sein Vater genoß, kam
e;
ihm in der Heimtath noc ma... aulö in der Fremde z z----
,1i=- -
esefg
-==- Freunde umgaben ihn wieder: an der Börse wie in
sss,-
der Gesellscaft sahh er sic gesuct. Jeder wollte ihn be-
grufen, Viele, die sich friher oder später Vortheile voit der
Bekanntscaft mit ihhm vers;. ern zu können glaubten, be- -
ss silif pi: ('
si ssis
- ------- -- els -- -=--, und er war ein so schöner, weltge-
wan dter Mann geworden, das; ihmn, g6z abgesehen von
seiueo Vaters Reicthunt, die Zuv-rkommenheit der Familien
nict fehhlen konnte, die bere=p= . waren, sich auf einen solchen
,sissAii
- -
Mann bei der Sersorgung ihrer heirathsfähige- =---
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-
Hossnung macen zu- rfen.
- -um denn neben der Gastlickcit, welce von j.
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in dem Werner' scen Hause geherrscht hatte, seit der Heim -

Il
kehr des Sohnes 1-= -- heue Art von Geselligkeit dazu,
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deren elgu - -=»- -- == ---» -- o« ote bei demt sc onent Gesclu iß -
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=-- -=g bereits sehr angelegentltch damtt besaz ;ulgle, wvelchee
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der reicen und schöne Maidcen der einstige Erl-e des
==u er sc en Hauses in dasselle als Gatt .i einfnühren, oder
Nd,-
wem von ihsren zahlreicen Benuudeuern unid Bewerbern dte
Hand der sc onen Linda bewilligt nerden wwiirde.
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=- -. -la nd aber machte sic dariber wwen iger a drgen unnd
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Gedat.iun als eben dtese Beiden. ahe genossenu ihhr Leben
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in voller Har=.oIig= --- Sc gesult, beliebt, l-egelhrl zu
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sehen, --=--- = == -- Vrrg uitgzen unnd fa u den Beide sehsr
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es-- -=-, da sie ws pe --, dasz sie alg esehen von den Vor -
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Zz---, die sie sic zug-;- hen duurften, burc den Nenchth uun
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sehr wüln ;uzunewverthe Hetrathsskan d idaten waren. Juedoc ihre
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=- -p1llg wurde in keiner Art gefesselt, und vonn allen Re ;. -
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--o-- -- -- und geselligen nteruchhmn u ut gen kehhrten sie mtit
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ittmmter erUt ell.u--- =-= z6gl! z et u a u der u tnd int da S Hll. -
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Wo es immer thuulic lwar, sah mtan sie bu sammnen.
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mit der Schwester es bes.sten, und selbst beim: Tanze kounte
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man in ihrem, wie in sremden Hä usern das schöne iescwister -
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Herr;cer an seines N.. ices Erben, so an den Erben der
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sehig -u rsellen zu macen. ll, -. Fanulte, --;. -« Firma
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stehen -- - uul!= - -gph-. Ja habe also von ..üolf zu
N?i
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verlan gesnn, duß er atne -pran niuu-., dasz er das Ge-
scle.h- s-- -pslanzl; uns zur un selber ist es auc ---
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dasß er die eigene Familie begründet, d.- - - -
- - =- Mög lickeit
dazu hat.!
Meta gab ihm zu bedenken, das; er selber sic mit
A.
=idolf's Mntter beträchtlic später verheirathet habe, das
sechsundzwanzig Jahre für einen Maun noc ein sehr jugend
liches Alter wären, und das; man immerhhin den Geschhwistern
dies sorglose Beisammenseie noc günnen dütrfe, ohne des
halb sitr die Zukunst Besirctuungen hegen, oder eines der
Geschwister zu einer Heirat! üüberreden zu uüissen, die nichht
aus ihrem inneren Beditrfnis; hervorgrga ngen wäire. Sie
wies dabei auf den Zauler der Tage hin, welce ilsrer Ver -
lobnng mit Werner vvrangega ngen waren, sie gal i!ut zu
bedenken, wie hart es sein würde, Rudulf eiuer solchen, da s
ganze Leben verklärenden Erinnurung zu berauu ben, aber sn
geneigt ihr Gatte immer war, ihr naczugeben, wenn sie
ihre persönlicen Empfindungen in das Sviel brachte, lliel
er diesmal bei seinem Sinn und bei seinem Plane.
Er habe Rudolf Zeit genug gelassen, meinte er, eie
freie Wahl z -- --, und es liege Selbstsitcst darin, danz
u k-p ssrs:
der junge Mann sic bisher nicht zu eier solcen hhale ent -
schlieszen mögen. Mutter und Sahwester macten ihm da s
Leben im Vaterhause so beaunemt, das; ihm nicts zu wiinscen
übrig bleibe. Er schene es also, die Pslicten und Tocgen
des Familienhauptes, die auc demt beg itterten Maune uict
erspart wirden, über sic zu chmnen. T ie Anes.hlien:l. uzkent,
s -s-
mit der die Geschwister an einander hingen, frage zudem bie
Gefehr in sich, Beide zu isoliren, aulgeschen duvot, duss Beide
die Gelegenheit verpassen könnten, jene vortheil!safteit und
schicklichen Heirathen zu schlies;en, die man fur sie im Auge

e,?
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gchhali habe. Dasjenige junge Frauenzimmer, welces ohne
jebe Frage ihhm die erwüinschteste Scwiegertoc-. - gewesen
,fp p
sein wurda, lsae - -- - -=- = - u1igen, bis ss --;, der es
N?-b,iss
lzs- zspfzf sfAsk,nn :
-snss
.- gsamt ausgezeicnct, sic r--g dazu herbeilassen würde,
ihu seinen Auirag zu machen. Es hale sic, gekränkt durch
Nüidolf's unentschlossenes Zögern, anderweit verlobt, während
Rutd dlf sic an der ihnen Allen nahe befreundeten Familie
Gegner erzengt habe, und, sezte er p-lzll, , da ic mich
- K.ss
ni-ht ohue Ulrsace in die Lage bringen mag, ihm einen
mralisihen Zwwang aufzuerlegen, der bei jungen Männern
lr ict eine nnvernüünftige Opposition hervorruft, so müüssen
wir da zu tlnn, ihsm das häus lice Leben etwas weniger an-
g;aite!m zuu macen, damit er empfinden lernt, wes ein eigener
Hautostand werth ist. !
Meta scüüttelte verwundert den Kopf. .. - - = --
M= ssiss
ungefangen werden ?! fragte sie.
, Es gielt daf.. sehr einfache Mittel, erwiderte
si e
-. .rner anscheinend in bester Laune. , Rudolf lielt
»1.
das
ihr
den
Umn gag mit Frauen und kann ihn, nun er ihn mit Euc
Beide in Nulle genossen hat, noc weniger als sonst ent -
bc!sren. Wir mni ssen versucen, ihn zunä cst -=-; puilbe Ration
-is li.
zn sez en, und wenn das noc nict helfen sollte, ihn hier
in Hanse fastrn lassen, damit er seine Nahrung sich selber
stce und schsaffen mus;. --- Linnda hat lange scon den
.« sc gehegt, unsere Freunde in Schottland zu besuchen.
»hi
,c werde sie in den nächsten Wochen hinüberbringen. Sue
mtud auugeublick.. t oc in Lond on, da das Parlam ent noc
ls».
sitzt; Linda kann also mit ihnen das Ende der S aison noc
: der Hauptstadt genies;en und den Sommer mit ihnen
I.i:
ui.! Nemte Noveilelt.

IS
später in Scottland zubrngen. Bis zuu -uuögang desselben
denke ich mit Rudolf hier in Ordnung zu sein, und daun
-ßiz? ss
holen wir sie zy?-=--
Meta entgegnete darauf nnchts, aber uhre Mienen ver-
s.
ri o
siip nns üe
- --s---, I- -= ahsam sie ihu« .ifregutg bcherrscte. -=rner
-. lz
kips
hfs.-
that, als bemerke er das nict. , e' n bist, --; tels, mei:er
Meinung und mit meinemt Plane einverstandei !- s gte er,
indem er sic erhob.
, Neiu! aber wo es sich um Befehhl. ,andelt, kommt es
- 1
auf meine Meinuung ja nict weiter an ! antwwort p, lnt -
.-i. ß
dem auuch sie ausstand. .an weiszt, das; ic ein sür ullemal
dagegen lint, meine ao cter von mir fortzugelen, bis sie sic
:- - -mter aus dem Vaterhanse ent fernen nid. ndcs,r'
sie=- i:
sagte sie, ihrer selbst nicht langer Meister, ,wo es Deinen
Sohn gilt, kommt fütr Duch keine andere Rüücksict weiter in
M,f p-eFHi =
s s s ssku -
, Ics habe nicht angesta tt.. -, --= bon ihhnt z- -= --- -- -
e: k rofpfgzs s --
A,i: efss »
wendete Wertter ein.
, Um seines Vorthseils willen-' sagte Meta, ,und scon
damals hast Tu mic darüiber aufgellart, das - - ev c ter
sp
in Deinem Herzen nict gleic jteht mit dem Suhne. ---
habe =. als Thatsace hingenommnen, habe es in mir ülber -
d c
hpp ,-
wundu- ; -- - = ulda von mir u ttd ans demt Hause sorlsctcket
zu lassen, u-- =-dolf's willen, dazu gehe ic meite Zustim -
sss ?is
mung Dir nicht, weun scon .c bereit bin --
Sie hielt inne, zügernd vor dem Worte, das sie aus -
sssi,-rlso
-zs,s.-ss,-i 1-
z-z - -z«l VLuep-==--ß - . üllr.
=----» i---=« ihr ernstlaft ggen it bec. , Vollende
d.rns se--ssA
1a,;- - -
hg , -
rp


, Zwinge mich nicht dazu!! bat sie mit wachsender
Gereiztheit.
, Doc! rief Werner , ich muß Dich ersuchen, mir Deine
Meinung kuundzuthun.!
, Nuue denn,? sagte sie, ohne die Augen zu ihm zu er-
hehen, , wvenn es Dir für Deinen Sohn geboten und uner-
läszlic scheint, so können wir ja Beide fortgehen - ich und
Linda-- lis wir seinem Glick nicht mehr im Wege stehen
und es Dir gefallen wird, nnsere Rütckkehr anzuordnen,!
Sie hatte erwartet, es werde nur dieses Wortes be-
düürsen, das ihr selbst durchs Herz schnitt, da sie's aussprach,
den Zärtlichen, der ihre Nähe sonst nicht eine Stunde un-
nöthig ent behren mochte, zu ihr zurückzuführen, sie hatte sich
jedochh darin getäusct.
Er screckte offenbar vor ihrer Aeusßerung zusammen,
das Blut stieg ihm zu Kopfe, sie hatte nie zuvor den finsteren
! Blick geschen, der sie aus seinem Auge traf; aber das dauerte
kaum einen Moment, und weit von ihr zurücktretend, sagte
er kalt und bestimmt:
. -a es Tir leichter wird, mic zu entbehren, als das
M.dcken, so mag es also sein
, Werner - rief sie, indem sie ihhm folgte,,ich beschwore
e nc, las; Dir erklären, was mich so ergriffen hat.!
, Ich wüißte nicht, was noch zu erklären wäre, wo Jemand
sich so deutlich ansgesprochen hat, als Du's gethan. Nur
l itte ich Duch, daran zu denken, daß Du es warst, welche
diesen vielleict sehr richtigen Vorschlag machte, und nicht
ic. Ze iberlegen ist er jedenfalls!
Er scritt damit der Thüre zu und verließ seine Frau,
?-

t isss
ohne sich nach ihr umzusehen, olschon sie sich nochmals mit
dringendem Worte an ihn wendete.
Sie stand da und sah sich um, als wäre sie an einem
.- It sl..-
frem den Trte; so verän dert war mit einem Mal. s. ane
=--= - das Bewusßtsein, Werner scwer gekränkt zu halen, sie
vbeo
=- =- auc das u nglüullia;. - -! zurüücknehhnten nnt ögeti um
sD .- Fspf
K.Zs
1.t .
jeden Preis, und vermocte es doc nict zu bereurn. - --
hatte Linda ihmt gethan, das; sie dem Sohne immer und
v.Fi;
überall nacstehhen sollte ? oder wer sollte sich ihhrer T. .-r
annehmen, wenn sie's nicht that ? - - Sie hatte die Stimmne
der Muttterliebe nie iberwäiltigender und berectigter in sic
gesüühlt als eben jeyt, du: sie sie fähig machte, sic sellst dem
Manne, demt sie von ganzemt Herzen eigen war, dem Vater
ihres einzigen Kindes zu widersczen; nie hat-. z .ebendiger
s . ss- s
empfunden, wie sie unzertrennlic Eines sei mit ihrem Kinde,
als eben heute, da der Vater die Tocter auf unhestimmte
Zeit von ihr entfernen wollte. Es that ihr förmlich wehhe,
als sie Linda, fröhlich singend, die Treppe hinnnter komm en
hörte, und sie zog sich eilig in ihr Schhlafgemac zurüick, der
Sorglosen die Aufreguung z - =Me, -==- der sie litt
szp sF,
stsp fpz
und mit sic kämpfte.
Indes; der Zusammenstos: war zu hestig gewesen, und
beide Eheleute waren an einen so ungetrüüblen Frieden mit
einander gewöhnt, daf; sie das Erlebnis nicht so leich. .n
s ;
sich überwinden konnten, als es in einer weniger glücklicen
Ehe möglich gewesen sein wüirde. Auf des Vaters hoher
,a kis:
==--- -- lagerte ein finsterer =---;-, der Mutter Lippen waren
- lFp--ss
ohne Lace.-, s- zusammengepreszt. Er umarute sie nict,
Is- s.ss
als er zum Mittag lam, hatte kein sreunidlich Wort für
s

tl
Linda, da sie ilm bei der Heimkehr den Mund zum Kusse
bot, ja er schien es nict gemerkt zu haben, daß sie's that.
-« - sprach mit Rudolf, der mit ihm zusammen us-u, Hause
=z,
g=-
gckommen war, von äusßeren gleicgüültigen Dingen; die
Muutter rictete ihre Fragen ohne die Freundlias.üit an ihn,
.f,.'
die jede kleinjte Dienstleistung zu einem Lielesbeweise macht,
er dantte ihhr wort karg und forderte, wwas er beditrfte, von
dem: Tieuer
Einn solces Beisaumensein haiten die Glitcklichen noch
nie erlelt.. Es war . lllen eine Erleichterung, als die Mahl-
- -
zeit vorüüler war. Der Vater, der sonst die Stunde nach
dent Essen immer mit Bchagen unter den Seinen zu geniesßen
pflegte, sagte, das; der Diener ilm den Kaffee in sein Ar-
beitszim mer bringen solle, und wies die Tochier zurück, da
sie sich zu dem Dienst erbot; und die Freundlichkeit wie der
Gleicmuth, mit welchen Meta sich und den beiden Ge-
scwistern über den quälenden Eindruck fortzuhelfen versuchte,
waren viel zu erzwungen, um die gewollte Wirkung thun
zu könnnen.
Auf des Solues Frage, was denn vorgegangen sei,
hatt. -. a natüirlc keine Antwort und die Mutter wich
. z?ss
der Frage aune. Sie räumte zwar ein, daß es ein kleines
Miszverständnis: zwischen ihr und dem Vater gegeben habe,
nahsn auuc die Sace ansceinend nur le=g -, indcß ihre
s»as
Miene, :h re Stiu me widersprachen ihren Worten. Man
ttennte sich endlic, ohnne daf; es zu einer Aufklärung des
8z ungcwohnten Vorgauge gekom mnen wwar.
Linda begleitete den Bruder in das Vorzimmer hinaus.
Uniroegitßtt fiam iurg
ltkstkumGesssonzcakagtt liekez
daemne

1isZ
, =vas nur geschehen sein kann! sagte sie mit einer ihr sonst
c
fremden Aengstlichkeit.
, Dein bedenkliches Gesichtchen,! entgrgnete er ihr, ,ver-
räth mir, daß Du auf der Fahrte bist. Der Vater wird
einen Heirathsantrag für Tich haben, der der Mutter nict
genehm ist.
,Füür mich ?! rief das Mädchen.
,Nun für mich doc nict! lacte Rudolf, , um die
Söhne pslegt man sich nict bei den Vätern zu bewerlen,
wenigstens wär' es in Bezug auf mich nicht danac an-
gethan.?
, Und sie wissen's doc,? scmollte Linda, ,daß: ich nuch
gar nicht daran denke, das: ic nict fort will, so lange Tn
noch im Hause bist. Uid das: ic nict zu zwwingen bin,!
setyte sie troig hinzu, , das müiszten sie gleicfalls wissen.-
, =n zu zwingen ? scerzte der Brnder lacend, indem
er üübermüithig ihre Hand so fest in der scinrn prcßte, daß
sie, da sie nicht gewillt war, ihm nackzugeben, end lic laut -
los vor ihm in die Kntie sank. ,Sichh! die Heldin!! rief
er, aber iu dem Augenbli-ke bemerkte er, das; sie sic von
ihm wendete, weil ihr vor Scmerz die Chränen in den
Augen standen.
,Mein Engel! mein Liel! stieß; er hervor, , lier!
komm! nimum die liebe, arme Ha nd und sclage mic tictig!
aber rect tüchtig! Ic bin -- ohs! ic bi l!-- und sie
in seine Arme schliesend, wäihrend er sie herzte und küs:te,
rief er: ,Wenn Du wüisztest, wie gut ich Dr lin! wie ic
Dics liebe, Du wütrdest gleich wieder lacen, Lindu!
Und sie lachte scon, an seinem Halse hängend. Tie