Helmar
Fanny Lewald
Kapitel 16

,echszehnles Fuapilel.
Es hatte immer festgestanden, daß ich bis über
den Tag der Silberhochzeit im Schlosse bleiben würde.
Seit ich aber von Dora ihre Verlobung mit dem
Grafen erfahren, hatte ich die Herrschaften darauf -
vorbereitet, daß ich gleich nach beendeter Arbeit das
Schloß verlassen müsse, weil ich in Berlin zu thun ,
hätte, und man hatte natürlich dagegen nichts ein-
wenden können. Der General lobte mich für meinen
Eifer, und mein Vater, welcher sich nun überzeugt
hielt, daß ich ein fleißiger Mensch sei, der sich sein
Brod anständig zu verdienen wisse, fand es erst recht
in der Ordnung, daß ich meinem Gewerbe nachging.
Ich war auch in dieser letzten Zeit mehr in
seinem Hause, mehr in meiner kleinen Stube als am
Anfang, denn ich hatte begonnen, mir die Eltern und
Geschwister an dem alten Familientisch zu malen, und -

wie die
auf der
Freude,
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Gestalien immer mehr und mehr erkennbar
Leinwand hervortraten, hatten sie Alle ihre
ja ihren Stolz darüber. -- Sie kennen die
Skizze, die ich als Andenken bewahre. Das Bild,
das ich dann darnach gemacht:,Der Sonntagskaffee'',
ist im Besiz eines Kölner Kunstfreundes.
Im Nebrigen ging Alles seinen gewohnten Gang.
Nur Dora hatte ihr fröhliches Vertrauen zu mir ver-
loren und ich durfte nicht versuchen, es mir wieder zu
gewinnen. Sie sprach selten mit mir von dem Grafen, .
von ihrer Verlobung gar nicht. Während wir früher
harmlos wie die Kinder über das Gleichgültigfte ge-
plaudert hatten, unterhielten wir uns jetzt geflissentlich,
und fanden häufig den Stoff nicht zum Gespräch.
Dora fragte mich oftmals nach meinen Berliner
Freunden. Sie erkundigte sich, und das hatte auch
Frau von Marville mehrfach gethan, nach Cäcilie, und
ich hatte ihrer natürlich immer mit all' der Bewunderung
und Freundschaft gedacht, die ich für sie hegte, um so
mehr, als mir Alles daran gelegen war, sie und ihren
Werth vor Clamor's Eltern und vor Dora in das
rechte Licht zu stellen. Selbst der General veranlaßte
mich hie und da, von der Familie des Kommerzien-
raths zu sprechen, und wenn daneben auf meine

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italienische Reise die Rede kam, hob er es immer mit
besonderem Ernst hervor, daß er für mich einen recht
langen Aufenthalt im Süden wünsche, daß dem Künstler
vor allen Dingen ein reiches, ungehindertes Einsammeln
von Eindrücken und Erfahrungen nothwendig sei.
Es lag dahinter eine bestimmte Absicht, die ich fühlte,
ohne errathen zu können, worauf sie gerichtet sei.
Etwa acht Tage vor dem Feste wurden die
Bildnisse des Generals und seiner Frau im Ahnen-
saale an die Wand gebracht. Die Arbeiter hatten sich
entfernt, der General und ich waren allein zurückge-
blieben.
Die Fenster waren geöffnet, die Mittagssonne
schien warm hinein. Der General ging, die Hände
auf den Rücken gelegt, in dem Gemache auf und nieder.
Sein Auge streifte von Zeit zu Zeit die Reihe der
Herren von Waldern, welche das Schloß vor ihm be-
sessen hatten, um dann an dem eigenen Bilde haften
zu bleiben, das ihn in seiner würdigen Erscheinung
wohl genug wiedergah, und das an diesem Platze
dem alten Geschlecht eingereiht zu sehen, ihm unver-
kennbare Genugthuung gewährte.
Er mochte bemerken, wie mir dieses nicht ent-
ging, blieb plötzlich ovr mir stehen und fragte, wann

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ich mit Dora's Bild fertig zu werden dächte? Ich
entgegnete, daß ich es morgen zu beenden hoffe.
, Und es bleibt dabei, daß Sie dann aufbrechen?
fragte er.
Ich bejahte es, vorausgesetzt, daß er keine weiteren
Befehle für mich habe.
, Nein!? entgegnete er, ,aber es ist mir an-
genehm, Ihnen sagen zu können, daß wir mit Ihrer
Arbeit und mit Ihnen sehr wohl zufrieden find. Ich
glaube, Sie werden es jetzt zu würdigen verstehen,
daß ich Ihrer unverkennbaren Anlage nicht zu rasch,
nicht zu frühe nachgegeben habe, daß ich Sie von
der Pike auf dienen und Sie den Wg zur Kunst auf
der Bahn des Handwerks, den Weg aus den niederen
zu den höheren Bereichen des Lebens an der Hand
der Beschränkung habe gehen lassen; daß ich Sie,

wo immer möglich, auf Ihre eigene Kraft gewiesen
habe. Sie find dadurch, wie die Engländer es nennen,
ein selbstgemachter Mann geworden, wissen, daß Sie
sich auf sich selbst verlassen können, und das ist die
Hauptsache im Leben. Sie haben sich vorwärts gebracht. -
,Mit Ihrem und anderer Beschützer Beistand,
Herr General!'' fiel ich ihm ein.
Er achtete nicht des Zusazes; ob zufällig, ob

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absichtlich, ich hätte das nicht sagen können. Aber,
wie ich ihn kannte, war es ein Zeichen, wie viel er
von mir hielt, daß er sich als meinen eigentlichen
Gönner anzusehen liebte, daß er sich und mich zu
überreden wünschte, er habe planmäßig gehandelt,
selbst da, wo er mich die gewohnte Straße gehen
ließ, mich dem eigenen Triebe und dem Zufall über-
lassen hatte. Wie Alle, die gern befehlen und re-
gieren, kam er leicht dahin, sich bestimmenden Einfluß
zuzuschreiben, wo er ihn nicht geübt hatte und kaum
hatte üben können. Und in dem Augenblicke, in welchem
er mich als einen selbstgemachten Mann bezeichnet hatte,
stellte er sich doch, aus innerster Natur dazu ge-
zwungen, als mein Führer und Leiter, wie Denjenigen -
hin, der mich hatte zum Künstler werden machen.
,Mein Beistand,! sagte er nach flüchtigem Be-
denken, , ist Ihnen mit großer Vorsicht immer nur zu
Theil geworden, wenn Sie eine neue Stufe aus eigener
Kraft erreicht und sich damit einer Förderung werth
erwiesen hatten; und so sollte man es immer machen.
Jetzt sichern Ihr Stipendium und der Ertrag Ihrer
hiesigen Arbeiten Ihnen für die nächsten Jahre eine
schöne Unabhängigkeit; denn für Ihre Eltern sorgen
wir in allen Fällen.!

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Ich wollte ihm danken, er hinderte es.
,Es ist das keine Wohlthat, Sie haben nichts zu
danken!'' sprach er mit dem Adel, der ihn nie verließ.
,Wir schulden, was wir thun, den treuen Diensten
Ihres Vaters. Sie find jetzt völlig frei, find jung
und auf der rechten, großen Bahn. Nützen Sie das,
Kronau! Nüzen Sie es für Ihre Ausbildung. Die
Jugend kehrt nicht wieder, und die Freiheit ist ein
kostbar Gut. Bewahren Sie dieselbe. Sie haben
noch viel zu thun, wofür Sie volle Freiheit brauchen.
Bewahren Sie sich Ihre Freiheit.?
Er hatte nie in so väterlichem Tone zu mir ge-
sprochen. Es that mir wohl, ich dankte ihm dafür
und er nahm das gut auf.
,Sie sind ehrgeizig,! fuhr er darauf fort, ,und
das lobe ich. Mir scheint, Sie wollen hoch hinaus,
das tadle ich nicht. Der Ehrgeiz vermag viel, wenn
er mit Geduld gepaart ist. Aber man muß nichts
verfrühen! Hüten Sie sich davor, von wem es immer
sei, als Gunst hinzunehmen, was Sie später zu be-
gehren berechtigt sein könnten. Wahren Sie auch
Ihren nächsten Freunden gegenüber, selbst wo Sie lieben
und vertrauen, Ihre Unabhängigkeit und Freiheit.?
Fanny Lewald. Helmar.
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Die Rathschläge, so richtig sie an sich waren,
überraschten mich. Wohin ich mich mit meinem Wünschen
und Begehren verstiegen hatte, das konnte er nicht
wissen, das würde er sicherlich nicht gut geheißen
haben. So konnte seine Warnung nach meiner Meinung
sich nur auf Leonhard's früheren, dem General be-
kannten Vorschlag beziehen, den Freund nach Jtalien
zu begleiten, ehe ich noch mein Stipendium antrat,
und auch dies Hinderniß war beseitigt, da ich mit
dem Gelde für die in Waldritten gemalten Bilder
ausreichend versehen war, um die Reise noch vor
Auszahlung des Stipendiums antreten zu können.
Ich hob das also hervor, sagte, daß ich mich der
Freundschaft der Wollmann'schen Familie, die sich mir
sehr gütig erwiesen, durchaus versichert glaube, aber
der General ließ mich nicht vollenden.
,Ich habe Ihnen allgemeine Grundsätze aus-
gesprochen,! sagte er, zu seiner gewohnten knappen
Redeweise zurückkehrend, ,und weder eines bestimmten
Falles, noch bestimmter Personen gegen Sie erwähnt.
Lassen wir's dabei bewenden. Berühren meine Rath-
schläge in Ihnen keinen Ihrer Pläne oder Wünsche
hindernd, um so besser für Sie. Halten Sie daran
fest, daß wir aufrichtigen Antheil an Ihrem Schicksal

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nehmen und uns freuen werden, wenn es fortfährt,
Ihre Hoffnungen zu übertreffen, wie bisher.
Er gab mir die Hand, als er sich entfernte, das
hatte er auch noch nie zuvor gethan, und ich ging
troz der wohlwollenden Aeußerungen des Generals
mißmuthig und ohne rechte Sammlung an meine
Staffelei.
Es war Alles richtig, was er mir gesagt hatte;
aber ich konnte nicht einsehen, wohin seine Ermahnungen
zielten, mir meine Freiheit zu bewahren, mich auch
von meinen nächsten Freunden nicht abhängig zu
machen. Es konnte mit diesen Freunden Niemand
sonst gemeint sein, als die Familie des Kommerzien- .
raths, die nicht im entferntesten daran dachte, meine
Freiheit anzutasten. Er mußte ein besonderes Miß-
trauen gegen diese vortrefflichen Menschen hegen.
Aber wer konnte ihm das eingeflößt haben? weshalb
sollte es mir beigebracht werden? und was konnte
mir von meinen Freunden drohen, das für Clamor
nicht ebenso, nicht in weit höherem Grade zu befürchten
gewesen wäre, der so viel länger in dem Hause be-
kannt war, der, wie ich sicher war, sich mit wachsen-
der Leidenschaft um Cäciliens Liebe bemühte? Um
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Eäciliens willen schmerzte jenes Mißtrauen des Ge-
nerals mich tief, und ich sann darüber vergeblich nach,
wie es zu überwinden sein möchte.
Ich hatte währenddessen still fortgearbeitet und
trat dann von meinem Bilde zurück, um es noch ein-
mal, vielleicht zum lezten Male prüfend zu betrachten.
Ich wußte, daß es fertig war, und konnte mich davon
nicht trennen. All' die glücklichen Stunden, die ich
mit Dora vor demselben zugebracht hatte, zogen mit
ihren holden Erinnerungen durch meinen Sinn, und
daß sie sich nicht wiederholen konnten, niemals wieder,
das that mir wehe. Denn mit einem Bilde, das der
Künstler liebevoll gemalt hat, giebt er ja noch mehr
fort, als das bloße Bild.
Wenn das Bild einst in des Grafen und in
Dora's Zimmern hängen wird, sagte ich mir, wer
wird dann meiner denken? Wer wird ahnen, welche
Glut diese Augen in mir angefacht, mit welchem Ver-
langen ich an ihnen hing, wie diese Lippen mich ver-
lockten? Sie werden meiner bald vergessen in ihrem
Glück -- und ich? Ich sollte gehen, Ruhm ernten!
Als ob der Ruhm die Mühe des Strebens lohnte,
wenn die Liebe ihn nicht theilt! Was sollte mir der
Ruhm, wenn er sie nicht freute! wenn sie mich vergaß.

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Ich war eben dabei, die Chiffre unter mein Bild
zu setzen, da kam mir's in den Sinn, es habe noch
irgend einer frischen Farbe nöthig, um den Glanz des
goldenen Gürtels mit dem weißen Kleide zu vermitteln;
und ohne viel zu zaudern, malte ich einen vollen Strauß
Vergißmeinnicht in den Gürtel unter ihrer linken
Brust. Das Bild gewann dadurch entschieden; und
mit der glaubensseligen Schwärmerei der Liebe bildete
ich mir ein, dies Zeichen könne mich lebendig erhalten
in der Geliebten Seele.
Ich hatte gerade ein paar goldene Punkte in die
Kelche hineingesetzt, als es an die Thür der Werk-
statt klopfte und Dora bei mir eintrat.
,Ach, das ist reizend! Die Neberraschung ver-
geß ich Ihnen nie!'' rief sie, den Strauß gewahrend,
und das leuchtende Lächeln, das ich die Zeit her
schmerzlich an ihr vermißt hatte, strahlte mir so hell
entgegen, daß ihre Schönheit mich blendete und
hinriß.
,Sind Sie zufrieden? fragte ich.
Sie stand in dem eigenen Anschauen versunken,
schweigend vor der Staffelei.
Mir war das Herz zum Springen voll.
,Denken Sie meiner bisweilen, bat ich, ,wenn

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Sie in Ihrem Hause vor dem Bilde sitzen werden.
Vergessen Sie mich nicht!
,Ich Sie vergessen?r sagte sie, und sich voll und
freundlich zu mir wendend, fuhr sie fort: ,Im Grunde
sind Sie nicht gut zu mir, sind Sie undankbar gegen
mich gewesen, und ich war in den letzten Zeiten böse
auf Sie. Indeß vielleicht haben Sie auch versprochen,
Ihr Geheimniß zu bewahren und halten Ihre Zusage-
besser, als ich die meine.!
,Aber um Gottes willen,! bat ich, ,lagen Sie
mir, von welchem Geheimniß Sie mir immer wieder
t
sprechen? Was soll ich Ihnen denn gestehen, was
vertrauen?!
Sie sah mich zweifelnd an und sagte dann leise
und mit Zögern: ,Daß Sie Cäcilie Wollmann lieben.?
,Ich? ich soll Cäeilie lieben? rief ich voll Er-
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staunen, während mir plötzlich die Ermahnungen des
Generals verständlich wurden. ,Wie kommen Sie auf
diesen Einfall? wer hat Ihnen das gesagt?!
Sie ließ sich durch meine Neberraschung nicht
; beirren.
,Glamor schreibt ja auch von ihrer Schönheit,
ist ganz ihres Lobes voll, und sogar der Graf rühmte
sie in jeder Weise, als er hier war =?

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,Das ist ja Alles wahr, das verdient sie Alles,
fiel ich ihr in die Rede, ,aber wer hat Sie nur auf
den Gedanken gebracht, daß ich Cäcilie liebe?
Sie beachtete meine Einwendung kaum.
,Sie sind immer so froh, so glücklich, wenn Sie
von ihr sprechen, Sie sprechen so oft von ihr, und
ihren Eltern und ihrem Bruder, und der Vater meint
auch, es müßten sehr vortreffliche Leute sein und eine
Heirath mit Cäcilie wäre ein großes Glück für Sie,
nur jetzt noch nicht. Also -- warum, Helmar, wollen
Sie es mir nicht sagen, da ich so ehrlich gegen Sie
gewesen bin?
Sie stand vor mir, einer Antwort gewärtig. Ich
wußte mich nicht zu fassen. In dem natürlichen
Drange meiner Dankbarkeit, in gutem Willen für
Glamor und Cäcilie, in redlicher Fürsorge für sie,
hatte ich, soweit ich es vermochte, die mir so werthe
Schwester meines Freundes zur Geltung bringen
wollen, und hatte mich damit als einen sie liebenden
Bewerber um ihre Hand, vielleicht als einen Begehrer
ihres Reichthums dargestellt. Ich kam mir ungeschickter,
einfältiger vor, als seit langen Jahren. Ich schämte
mnich vor Dora, und ich verwünschte die mir durch
die Verhältnisse gebotene Zurückhaltung. Ich hätte

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ihr sagen mögen: ,lamor ist es, der Cäeilie liebt,
nicht ich!?-- Und ohne meinen Willen, ja ohne daß
ich's merkte, sprach ich zu mir selber die Worte aus:
,Ich, ich soll Cäeilie lieben?
,So lieben Sie sie nicht?
Da wallte die ganze Flut meiner mühsam zurück-
gedrängten Leidenschaft in meinem Herzen auf und
riß mich mit sich fort.
,Dora!'' rief ich, ,Dora, glaubten Sie es denn?
konnten Sie das glauben?
Ich hatte ihre Hände ergriffen, sie bebten in den
meinen, alle Farbe war von ihrem Antlitz gewichen.
, Ach, lassen Sie mich sitzen,'! sagte sie, ,mir ist
nicht gut, mir ist Angst!r
Sie sank auf den Stuhl nieder, der vor der
Staffelei stand, ich kniete vor ihr und hielt ihren
schlanken Leib umfangen.
,Dora!r sprach ich in meiner Herzensangst, habe
ich Dir weh gethank!
Sie nickte mit dem Kopfe und legte ihre Hände
auf meine Schultern. Ich wußte nicht, was aus uns
werden sollte. Der Boden wankte unter mir.
Mit einem Male brach ein Strom von Thränen
aus ihren Augen.

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,Ich war Ihnen so gut, ich sagte es Ihnen, daß
ich zu Niemand so viel Vertrauen hätte, als zu Ihnen,
und ich war so ruhig, so zufrieden--
, Und jetzt? und jezt? fragte ich und mein
Hoffen kannte keine Grenze.
,Jezt? wiederholte sie, ,hezt muß ich es ver-
gessen, daß ich Ihnen gut bin; jetzt werden die Ver-
? k A
Sie hatte sich der Thüre genaht, wir waren
Beide unserer selbst nicht mächtig.
Ich wagte nicht, sie zu halten, und konnte sie
nicht gehen lassen. Ich wußte deutlich, was uns
trennte, sah, daß ihr diese Schranken unübersteiglich
dünkten - und wir standen so nahe bei einander.
Meine Hand lag auf der ihren, die den Drücker der
Thüre erfaßt hatte.
,Du gehst? fragte ich
, Leb' wohl!' rief sie, ,leb' wohl! wir sehen uns
nie wieder! Ach! Leb' wohl!
Ihre Lippen berührten in raschem Kuß die
meinen - und ich war allein - das Herz voll glück-
seligstem Leiden!