Die Familie Darner. Roman in 3 Banden.
Fanny Lewald
Kapitel 09

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er in ihr erlebt und mit sich durchgekämpft, hing
eine Tafel mit der Anzeige, daß sie zu vermiethen
sei. Er hatte wieder und wieder hinaufgeblickt, als
er die Brücke überschritten, um sich nach der Post zu
begeben, mit der er Königsberg verlassen wollte.
Das lag nun hinter ihm.
In der Stadt war trotz des Winters so viel
Thätigkeit, als der Norden sie eben versiattet; dennoch
konnte der Landverkehr von der Grenze die Schiff-
fahrt nicht ersetzen. Man suchte die Speicher zu
füllen, sich für alle Möglichkeiten zu sichern; allein
ein weites Planen, wie es der Kaufmann zu großen
Unternehmungen nöthig hat, wie es in Darners
Sinn und Gewohnheit lag, war nicht verstattet.
Man lebte und schaffte wie in der drückenden Stille
vor einem Sturme, vor einem Gewitter, deren- Aus-
bruch man in den drohenden Wolken zu befürchten
hatte, welche von allen Seiten sich zusammenzogen,
ohne daß man noch voraussehen konnte, von welcher
Himmelsgegend sie zunächst emporkommen, wo sie sich
entladen würden.
Wem es gegeben war, am Tage den Tag zu
leben, der mochte sich damit trösten, daß die Wolken
sich vertheilen, das Wetter vorüberziehen könne. In-
deß die Zurückhaltung des Hofes, die kommenden
und gehenden Feldjäger und Kuriere, die sich im
Schlosse kreuzten, die französischen Ahgesandten, die
unter immer neuen Vorwänden und mit immer
neuen Anträgen und Aufträgen von dem Könige
empfangen werden mußten, während man sie als
Aufpasser betrachtete, ließen für den Denkenden keine
Zuversicht auf friedliche Tage aufkommen; und die
Unsicherheit, in welcher man über die nächsten Ab-
sichten des Hofes war, verstärkte das Gefühl des
bangen Wartens, unter dem man lebte.

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Bald hieß es, der Hof werde die Provinz ver-
lassen, um nach Berlin zurückzukehren; dann wieder
wurde dies als eine Unmöglichkeit bezeichnet, so lange
noch Franzosen in Danzig und in den anderen
Festungen wären, da es ja undenkbar sei, daß
der König seine Residenz in einem Orte aufschlagen
könne, an welchem er Feinde im Rücken, Feinde vor
sich habe; und wer nicht im Stande war, die Hände
völlig müßig in den Schooß zu legen, wer sich nicht
in Stumpfsinn bescheiden konnte, der mußte suchen,
sich im Kleinen geng zu thun, mußte trachten, sich
mit seinem Streben und Hoffen wieder einmal auf
die Zukunft zu verlassen oder, wie die Fürstin es
nannte, auf dem festen Boden der Wirklichkeit zu
schwärmen.
Darner war nicht ohne Vorurtheil an die Be-
kanntschaft mit der Fürstin herangegangen. Das
Mißtrauen gegen den Adel und die Vornehmen war
ihm eingeboren, und selbst durch die gute Meinung,
welche Eberhard ihm abgewonnen, noch keineswegs
ganz in ihm besiegt. Als man sich dann an dem
bezeichneten Sonnabend um die festgesetzte Stunde zu
ihr begeben, hatte er die Seinen angewiesen, vor-
sichtig in ihren Aeußerungen und noch vorsichtiger in
ihren Zusagen zu sein, wenn irgend eine solche von
ihnen gefordert werden sollte.
,, Kleidet Euch,'' hatte er zu der Tochter und zu
der Schwiegertochter gesagt, ,wie zu jedem anderen
Besuch. Macht der Fürstin aus der Ferne Eure
Verbeugung, damit Ihr es womöglich vermeidet, ihr
die Hand küssen zu müssen.?
, Aber sie ist doch eine Fürstin und eine so
herablassende Frau!'' gäb Justine zu bedenken.
,,Sie ist nicht die Königin, die Landesmutter;
und einer Fürstin, welche wie diese ihren Ruhm

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darin sucht, die Gleichheit der gebildeten Menschen
innerhalb der Gesellschaft behaupten zu wollen, huldigt
man am Besten, wenn man sich zu ihrer Ansicht bekennt,
das heißt, sich so verhält, daß sie sich nicht herabzu-
lassen hat, um sich mit den Anderen auf gleichem
Boden zu befinden. Ist sie wirklich so freien Sinnes,
als sie sich zu zeigen liebt, so müüssen ihr Menschen,
die sich frei fühlen wie sie, die Willkommenen sein.
Ich habe sie nicht gesucht, sie hat den Schritt gethan;
so hat sie mich und die Meinen als das, was wir
sind, in Freiheit und Unabhängigkeit auufzunehmen.
Richtet Euch darnach!'
Eine Stunde später öffnete der Diener der
Fürstin ihnen das Zimmer derselben. Obschon sie
es zu nutzen gehabt, wie es sich ihr geboten, hatte
sie es doch im Verlauf der Zeit nach ihren Bedürfnissen
umgemodelt. Keines der Möbel stand, wie es die
Gewohnheit mit sich brachte, und doch schien Alles
an seinem rechten Platz zu sein.
Die eine Fensterecke stellte für sich ein kleines
Schreibzimmer dar; in der andern hatte man zwei
Sopha so gegen einander gerückt, daß in ihrem Drei-
eck ein kleiner Theetisch Platz gefunden. Vorhänge
von einem schweren, einfachen Stoff verhüllten die
Fenster und hingen vor der Thüre herab, die sich
nach der Hausflur öffnete. Das Zimmer war nur
mäßig erhellt.
Im Eintreten sahen sie, wie die Fürstin sich
vom Schreibtisch erhob und den Armleuchter, der ihr
gedient, selbst nach dem Theetisch hinübertrug, und
hörten, daß sie dem Diener den Befehl gab, den
Prinzen herbeizuholen. Das alles brauchte nur einen
Augenblick; dann wendete sie sich zu Darner und
den Seinen.
, Seien Sie mir willkommen allzumal!'' sagte

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sie ,und lassen Sie uns hoffen, daß wir uns neulich
zu guter Stunde begegnet sind !? -- Sie nöthigte
danach Darner, auf einem Sessel ihr zur Seite
Platz zu nehmen, wies die Nebrigen mit schöner
Handbewegung an, sich niederzulassen, wie es sich
eben machte; und in der Ruhe, in der ernsten
Haltung, in der dunklen und fast strengen Tracht
erschien sie nicht nur den Frauen und seinem Sohne,
sondern auch Darner schöner und fürstlicher als in
der glänzenden Kleidung bei dem Lichtgefunkel des
Ballsaals, und in der sprüühenden Lebendigkeit, in
welcher sie sich dort gezeigt.
Das schwere schwarze Gewand schmiegte sich fest
an ihre Gestalt, aus dem Stuartkragen sah der schlanke
weiße Hals nur wenig hervor, und das braune, auf
der Stirne leicht gelockte und oben auf dem Haupte
zu einem kronenartigen Kranze eng zusammengeflochtene
Haar, war ihr ein schönerer Schmuck als die Edel-
steine, die sie an jenem Abende in demselben getragen
hatte.
,Wundern Sie sich nicht,'' sagte sie zu Darner,
,, wenn ich Sie gleich mit der Frage angehe, ob Sie
nichts Neues erfahren haben. Die Unthätigkeit, zu
der man verdammt ist, macht die Stunden so lang-
sam hinschleichen. So oft die Glocke an der Thüre
erklingt, meint man, es müsse etwas geschehen sein,
man müüsse eine Kunde, eine erwünschte Botschaft
erhalten; und ist der Tag vorüber, so legt man sich
mit derselben Sorge, die man bisher getragen, mit
demselben Schmerz zu Bett, um am nächsten Morgen
mit der gleichen sorgenden und hoffenden Frage zu
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,Nichts, durchlauchte Fürstin, als was die

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Zeitungen berichten und was von den Nachrichten
sich verbreitet, welche der Hof und die Behörden er-
halten. Dem Handel sind die Lebensadern derart
unterbunden, daß von einem Verkehr nach außen
kaum die Rede sein kann, und daß man einander
also wenig zu berichten hat.?
Währenddessen war der Prinz bei seiner Mutter
erschienen und hatte sich zu Frank und den beiden
Frauen gesellt. Man war auf den neulichen Ball,
auf die kleinen Ereignisse des Tages zu sprechen
gekommen. Es ward dabei unwillkürlich verschiedener
Personen aus der bürgerlichen Gesellschaft gedacht,
und es erwies sich, daß die Fürstin in den Verhält-
nissen derselben, namentlich aber in denen der
Darner'schen Familie, wirklich vollständig unterrichtet
war, wie sie es auf dem Feste behauptet hatte.
Der Diener reichte den Thee herum, die jungen
Leute setzten sich zusammen, Darner und die Fürstin
blieben einander allein überlassen.
,Sie können sich nicht vorstellen,' sagte die
Fürstin, ,wie oft ich mir in den letzten Jahren ge-
wünscht habe, ein Mann zu sein, wie oft ich gedacht
habe, die Natur vergreife sich bisweilen und setze
eine Männerseele in einen Frauenkörper. Ich bin
nicht auf das Warten angelegt, und doch ist Warten
die Bestimmung der Frau! Warten, ob sich Jemand
findet, der sie heirathet; abwarten, in welche Lebens-
lage er sie führt; warten und immer warten! und
nirgends ein Wollendürfen, ein Thun nach freier
Wahl! Als mir vor dem Jahre Baron von Strom-
berg Ihre Lebensgeschichte erzählte, wie er sie von
Ihrem Sohne und von Ihnen erfahren, kamen Sie
mir beneidenswerth vor, und ich wünschte schon damals,
Sie kennen zu lernen, um Sie wie heute zu fragen:
,WJie ertragen Sie dies Warten in Schmach und

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Knechtschaft, zu dem wir alle gezwusgen sind, zu dem
die Welt verdammt ist?
,Wie Sie, Durchlaucht! mit Neberwindung meiner
eigenen Natur, mit dem Bestreben, mich in den
Gedanken zu finden, daß die Gesammtheit in der Zu-
kunft ausführen wird, was die vorahnende, planende
Phantasie des Einzelnen in der kurzen Spanne Zeit
vielleicht nicht zu erreichen vermag, die wir ein
Menschenleben zu nennen gewohnt sind.?
, Also Ergebung in den Willen Gottes?
Darner schwieg.
, Sprechen Sie Ihr letztes Wort aus. Ich bin
zu denken gewohnt und nicht schreckhaft.?
Darner sah sie prüfend an, dann sagte er:
, Ohnmacht vor einem Unbegreiflichen, neben dem
Bedürfniß der Lebenskraft, sich zu bethätigen, so
lange sie währt.
Die Fürstin verstummte. Das ausgesprochene
Wort übte seine zwingende Gewalt über sie aus.
Sie faltete unwillkürlich ihre Hände.
, Ich glaube an Gott und an seine Vorsehung !''
sagte sie mit bewegter Stimme.
, So zerstören Sie den Glauben nicht in sich,
wenn Sie eine Stütze in ihm finden, und zerstören
Sie ihn in Niemand, den er trägt. ?
, Und wie halten Sie es mit den Ihren?? fragte
die Fürstin.
Und abermals zögerte Darner, ihr zu antworten.
Endlich sagte er:
, Es ist eine Beichte, die Sie von mir verlangen,
Durchlaucht, und ich weiß nicht, wie ich dazu komme,
sie vor Ihnen abzulegen. Aber auch das ist ein
Zeichen der Zeit, daß Sie, die auf den sogenannten
Höhen des Lebens geborene Frau, von mir, dem als
Lewald. Die Familie Darner. Ul.,

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Höriger geborenen Knechte, eine solche Beichte als
maßgebend verlangen.?
,,Die Erzväter und der Erlöser waren Kinder
des Volkes !? fiel die Fürstin ihm in das Wort.
Er beachtete es nicht, und mit dem ganzen
wuchtigen Ernste seiner Person sagte er:
, Ich habe in diesen drei letzten Jahren, durch
äußere Umstände und innere Erfahrungen bestimmt,
eine völlige Wandlung in mir zu erleben, und danach
eine Wandlung in meiner Handlungsweise durchzu-
führen gehabt.- Ich hegte den Gedanken, daß eine
großartige Vereinigung des Kapitals, des Kaufmanns-
standes, dahin führen könnte, der Welt den Frieden
zu erhalten. Der Gedanke war insofern ein Irr-
thum, als auch er auf die Herrschaft eines einzelnen
Standes, auf eine einseitige Macht gebaut war. Das
maßlose Verderben, daß die Macht in eines Menschen
Hand über die Welt heraufbeschworen, hat mir die
Gefahr aller einseitigen Herrschaft klar gemacht.
Was ich darnach an Baron Eberhard Stromberg er-
lebt, hat mich bedenklich gemacht über die unbedingte
einheitliche Gewalt selbst innerhalb der Familie.?
, Und Ihre jetige Weltanschauung, worauf läuft
sie hinaus ? unterbrach ihn die Fürstin, mehr und
mehr von ihm angezogen.
,Auf das Schaffen jedes Einzelnen an seinem
Platze zu einem Zusammenwirken Aller; auf möglichst
freie Entwicklung der Anlagen jedes Einzelnen für
eine gemeinsame Bethätigung. Auf --'-
,, Auf die Lehren des Christenthums,? rief die
Fürstin, ,oder auf die Grundsätte der Revolution,
auf Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit?
, Ja und nein, nach beiden Lehren hin. Sind wir
doch auf beiden Wegen ein Ende vorwärts gegangen.?
,, Und werden wir weiter gehen?

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, Ich glaube, ja!'-
, Auf welche Weise?
,, Wer vermag das vorauszusehen?
,Als der,' fiel die Fürstin ein, ,der Alleo
weiß, der Allwissende, der Sonne, Mond und Sterne
füührt die gewiesene Bahn!'
Darner neigte ruhig das Haupt.
, Sie wollen mich nicht stören in meiner Zuuver-
sicht!'' sagte die Fürstin.
,Ich habe die Ehre gehabt, Ihnen zu sagen,
durchlauchtigste Fürstin, daß das ferne von mir liegt. ?
, Und Sie denken deshalb nicht geringer von
meinem Verstande !'?
, Im Gegentheil, ich denke groß von Ihnen!?
,. Und ich von Ihnen!' sagte sie und reichte ihm
die Hand. Er neigte sich, sie ihr in freier Huldigung
zu küssen; und Beide waren sie ergriffen und Einer
für den Anderen gewonnen.
Darner erhob sich.,Die Stunde ist verflossen,?
sagte er, ,welche Sie uns zugestanden hatten. Es
ist Zeit, daß wir Sie verlassen.'
Auch die Fürstin hatte sich erhoben. ,Ein Wort
noch!'' sagte sie.,Das Nächste an seinem Platze
thun, heißt, wenn ich Sie recht verstehe, füür uns:
Niederwerfung der Fremdherrschaft, Erhaltung und
Erhebung Preußens, dessen Bürger ja auch Sie sind.
Mein Sohn, der Ihre, Baron von Stromberg haben
einander im wissenschaftlichen Verein kennen lernen.?
Sie hielt inne, er verstand den Grund dafür.
, Ich kenne die Grundsätze und Absichten des
Vereins, die öffentlich eingestandenen wie die in
engen Kreisen ausgeübten, nnd ich fördere sie, so
weit es an mir istl'
, Sie sind Mitglied des Tugendbundes!' sagte
die Fürstin freudig.

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, Nein, Durchlaucht! Den Zweck des Bundes,
sich und Andere fähig zu machen für den Dienst des
Vaterlandes, sich Dpfer aufzuerlegen, sich zu be-
schränken in jedem Sinne, um Mittel zur Hand zu
haben in der Stunde, in der man ihrer bedüürfen
wird, den billige ich, dem diene ich; der Name des
Bundes ist mir zu aristokratisch, zu anspruchsvoll,
oder zu romantisch, wenn Sie wollen,'' setzte er ein-
lenkend hinzu. ,Wir leben nicht mehr in den Zeiten
der Ritter ohne Fuurchi und Tadel, die sich in Bünd-
nisse zu sondern und als eine erhabene Brüderschaft
hinzustellen hatten. Wir haben ohne Redensart das
Unsere für unseren Zweck zu thun. Das ist unsere
Pflicht; und weil unser Vortheil es erheischt, ist es
keine besondere Tugend. Mag die Phantasie der
Jugend ihre Freude an dem flimmernden Paniere
haben, unter dem sie sich ihrer Pflicht unterzieht--
für einen Tugendhelden bin ich nicht gemacht. Ich
wünsche für Alle, was ich fir mich begehre: Freiheit,
für den Handel, Frieden für die des Friedens be-
dürftige Menschheit - und darin finde ich eine be-
sondere Tuugend nicht!'?
,,Es ist etwas Großes um die Wahrheit!'' rief
die Fürstin.
, Neberschäten Sie auch diese nicht, durchlauchtige
Frstin,' wendete Darner ihr ein; ,in diesem Falle
war sie auch nuur ein Mittel zum Zweck. Ich durfte
Ihre Zeit länger nicht beanspruchen!
Er gab den Seinen ein Zeichen, die Fürstin hielt
ihn länger nicht zurück.
,Ich sehe Sie bald einmal in Ihrem Hause,''
sagte sie, ,ich komme, Ihnen zu danken für Ihren
heutigen Besuch. '
Sie reichte Justinen die Hand, die sie ihr küßte
und ebenso that auch Virginie.

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Als sie sich draußen in der Hausflur befanden
und der Prinz, der sie geleitet, sich entfernt hatte,
sagte Juustine:
, Verzeihen Sie, Vater, ich konnte nicht anders!?
,,Die Frau verdient es,? entgegnete er ihr kurz,
,sie ist eine große Natur!'
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Für Eberhard gab es in seinem neuen Wirkungs-
kreise der Arbeit vollauf, und seine eigenen Angelegen-
heiten wollten auch sofort in Angriff genommen sein.
Die bevorstehende Abtretung seines Majorats
hatte innerhalb seines Lebensbereiches von sich sprechen
machen, und meist Tadel gefunden. Diejenigen, welche
sich ihm am günstigsten erwiesen, schalten ihn über-
spannt, während eifrige Protestanten ihm die Absicht
unterlegten, zur katholischen Kirche überzutreten, wie
es in jenen Tagen von verschiedenen Edelleuten und
Schriftstellern geschehen war.
Von seinem höchsten Vorgesetten daxum befragt,
hatte er, ohne auf die bestimmten Thatsachen ein-
gehen zu dütrfen, sich dahin geäußert, daß eigene Er-
fahrung ihn gegen eine solche forterbende Beschränkung
der persönlichen Freiheit eingenommen habe; und der
Präsident, der ihn gern übernommen, hatte sich weiter
nicht darüber ausgesprochen, sondern ihm nur ge-
rathen, den beabsichtigten neuen Ankauf nicht zu
unterlassen, weil es dem Manne einen würdigen
Halt verleihe, wenn er eigenen Grund und Boden
unter den Füßen, und auf diesem die Verpflichtung
habe, für das Gedeihen der dort Eingesessenen mit
einzutreten.