Josias eine Geschichte aus alter Zeit
Fanny Lewald
Kapitel 01

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Erstes Kapitel.
Den Josias hatte ich gekannt, so lange ich denken
kann, und weil ich ihn sehr lieb gehabt und hoch
geschätt, will ich, da er nun lange todt ist, zu
meiner Befriedigung von ihm schreiben, weil ich nicht
mehr mit ihm sprechen kann. Mag die Blätter denn
einmal lesen, wem sie in die Hände kommen werden.
Es leben jetzt in unserem Zeitalter, in welchem die
Menschen alle durch einander gewürfelt und an ein-
ander abgeschliffen werden wie die Kiesel am See-
strand, wohl nicht mehr Viele, die eigenartig ßind,
wie er's gewesen!
Mit den Worten fing die Erzählung in dem Tage-
buch von Tante Franziska an, und die Seite trug
das Datum vom zehnten September achtzehnhundert-
achtundsechzig. Die Schreiberin war damals selbst
den Sechzigern nahe.
Fanny Lewald, Josias.
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Den Josias also hatte ich gekannt, so lange ich
denken konnte, und ich habe aus meinen frühesten
Tagen ein deutliches Bewußtsein. Unser Vater hatte
von seinem Vater die großen Seidenfabriken an der
Oberspree nach Köpnick zu ererbt, wo damals noch
ganz freies Feld gewesen ist. Dorthin zogen wir immer
in den Sommermonaten, und da sich an die Fabriken
unser großer Garten anschloß, so war es ein angenehmer -
Aufenthalt, denn von Dampfmaschinen und von der
durch den Dampf verdorbenen Luft war noch gar
keine Rede. Die Luft war frisch, die Wiesen an der
Spree waren voll Blumen, und still war es da draußen,
wenn die Arbeitsstunden vorüber waren, wenn die
Webestühle und die Spulen nicht mehr rasselten,
gerade wie auf einem einsamen Dorfe tief im Lande.
Den Winter aber verlebten wir in dem Hause
in der Stadt, in welchem das Verkaufsgeschäft betrieben
wurde; und der Josias, dessen Voreltern zugleich mit
den unseren und mit den anderen vertriebenen Hugee
notten zusammen aus Frankreich ausgewandert und
in Preußen aufgenommen worden, war immer zu uns

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gekommen, draußen in der Fabrik sowohl' als in der
Stadt. Die französische Kolonie hatte gut zusammen-
gehalten, seit sie unter dem preußischen Adler eine
neue Heimath gefunden, und die Einzelnen hielten
auf sich selber, die Bürgerlichen, die zum Theil große
Fabrikanten geworden waren, wie die Adeligen in der
Armee und unter den Beamten. Vom General her-
unter bis zum Tanzmeister und Koiffeur nannten sie
sich alle noch Refugiss, und waren sie Alle sammt und
sonders aus ungerecht und grausam vertriebene Fran-
zosen geachtete und treue Preußen geworden. Es
hatte ein gut Theil von ihnen mitgefochten in den
Befreiungskriegen und die Viktoria nach Hause bringen
helfen, welche Napoleon nach Frankreich fortgeschleppt
s hatte. Sie stand schon wieder auf dem Brandenburger
Thore in der Zeit, von der ich rede, und ich war
achtzehnhundertsechzehn sieben Jahre alt.
Wenn der Josias kam, so meldete das Mädchen
ihn immer als den Herren Kassenrendanten an. - -
Was ein Kassenrendant bedeutete, das wußte ich
zwar nicht, aber ich zerbrach mir darüber auch weiter

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nicht den Kopf, obwohl ich ein nachdenkliches Kind
gewesen bin. Ich hatte schon oftmalö lange darüber
gegrübelt, wo der liebe Gott eigentlich hergekommen
sei, und wo er gewohnt habe, ehe er die Welt ge-
schaffen; während ich nach rechter Kinderart über alle
mich zunächst umgebenden und meine Welt ausmachen-
den Dinge und Menschen noch niemals nachgedacht.
Es war ja unser Haus, in dem wir wohnten, es waren
unser Vater und unsere Mutter, die Onkel, die Tanten,
der Doktor und Der und Jener und der Josias! Das ver-
stand sich Alles ganz von selbst; das war, wie es war.
Der Vater, der damals in der Mitte der Dreißig
stand, nante den Josias Du, obschon der Josias
zwölf, dreizehn Jahre voraus hatte vor ihm. Die
Mutter hieß ihn, wenn sie zu ihm redete, lieber Cour-
ville, und wenn sie von ihm zu uns Kindern sprach,
den guten Josias! -- und gut war er zu Jedermann.
--- Mich aber zog er doch den anderen Geschwistern
vor, und wenn er mit mir scherzte und tändelte,
nannte er mich Franull.
Als ich ihn einmal gefragt, weshalb er das thue,

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dem Tambourinrahmen die Gardinen für die Pracht-

säle der Königsschlösser stickte. Vor den schönen Kunst- -
schnizereien der großen Interlakener Magazine, vor den -
Schaufenstern der Uhren- und Goldwaarenfabriken vgn ?
Genf haben sie eine Weile stille gestanden und sie
wissen somit, daß die Schweizer ein Volk von fleißigen
Bürgern sind, die Ackerbau und Industrie treiben. -
Man hat ihnen gesagt, daß in Basel ein sehr reicher, -
geldstolzer und zum Theil pietistischer Kaufmannsstand I
existirt, daß die südliche Schweiz einen lebhaften ?
Handelsverkehr mit Italien treibt, und wenn sie etwa -
das Nheinthal hinauf fahren und ihnen auf beiden
Seiten des Weges von den steilsten Felshöhen die -
Trümmer der Ritterburgen und tiefer hinab die zum ;
Theil noch bewohnten Schlösser der alten Geschlechter !
in die Augen fallen, so stört sie das in ihrem erlernten -
Urtheil über das Land und seine Bewohner nicht -
sonderlich. Sie fragen sich nicht, woher diese Schlösser -
einer alten Aristokratie in der republikanischen Schweiz, s -
sondern sie rechnen die Ruinen als zur Decoration des I
Weges gehörend, unh sie haben ja auch schon am ? ;
deutschen Rheine eben solche Burgen gesehen.- Was ? -
denn aus all den alten Adelögeschlechtern in der freien ? ,
republikanischen Schweiz geworden ist, darauf ;lassen - s
sie sich nicht ein, denn dazu haben sie auf dex Reise, -
die sie ja zu ihrem Vergnügen machen, keine Zeik.

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Wer aber etwas mehr Zeit hat, und wer ein an-
deres Vergnügen von der Reise erwartet, als das mög-
lichst schnelle Durchziehen möglichst weiter Strecken,
dem muß es, wenn er vom Bodensee aufwärts durch
das Glarner Land nach Graubündten geht, sich auf-
fallend darthun, wie mit dem sanften, lieblichen Cha-
rakter der Gegend sich auch die Gestalten und Physiog-
nomien seiner Bewohner ändern, und welch eine Ver-
schiedenheit den blonden Schweizer von St. Gallen,
und Glarus von dem dunkelhaarigen, schlanken und
doch so kraftvollen Schweizer aus Graubünden trennt, ;
über dessen Flecken und Dörfer sich die eisgekrönten
Hochgebirge erheben, und in dessen Felsenthäler einzu-
dringen und sich festzusetzen, einst den Beherrschern der
Welt, den -Mömern, eine so schwere Aufgabe ge-
wesen ist.
Noch steht er da, der hohe viereckige Römerthurm
mit seinen altersgeschwärzten Quadern, der Ueberrest
der alten Vuria lhaetorur, welche einst die kriege-
rischen Rhätier im Zaum halten sollte. Noch nennt
das Volk von Chur, der Hauptstadt des Bündner
Landes, diesen Thurm den Spinöl, die sgins. iv ooulis,
den Dorn im Auge des Volkes, und wie der Zeuge
jener grauen Vorzeit noch von der Höhe auf die Haupt-
stadt des Bündner Landes, auf Chur, hinabschaut, so
ist auch das Blut der alten Rhätier noch nicht in den

Adern des Volkes versiecht, denn noch heute sind die
Bündner ein kriegslustiger und beharrlich ausdauernder
Volksstamm.
Wenn schon die Zeiten lgnge vorüber waren, in
welchen die alten Rhäätiex ihr Land mit wilder Energie
gegen das Eindringen der Römer pextheidigten, und
wenn auch den Raubrittern, welche hier im Mittelalter
eine furchtbare Tyrannei geübt haben müssen, ihr Ge-
werbe längst gelegt, so;schicken doch die alten ße-
schlechter, die Toggenburg, die Buol, die Liechtenstein,
die Salis, die Travers und viele andere,, ihre Söhne
, immer noch in das Ausland, um sie zu Söldnern ir-
gend. einer Gewaltherrschaft zu machen und sie das
heiße Blut in fremder Sache abkühlen zu lassen. Ein
Theil der alten Bündner Familien, der den deutschen
Fürsten gedient hatte, sezte sich inDeutschland fest
und half die deutsche Adelsaristokratie verstärken; ein
anderer Theil aber blieb, im Eande, stieg, Furch, den
Wandel der politischen Ereignisse und , durch die pex-
änderten Lebensbedingungen gezwungen, aus; seinen
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einsamen Burgen, aus seinen Wäldern und von seinen . j
Felsen in die Thäler und in die Städte hinab, um
nach dem Anschluß des Graubündner Landes gn die
Eidgenossenschaft unter den freien Bürgern, der freien -
Schweiz wenigstens äußerlich ein bürgerliches Leben
zu führen.
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glänzenden Brillantring, und in Gesellschaft erschien
er immer in Escarpins mit seidenen Strümpfen und
Schnallenschuhen. Er kleidete sich überhaupt nicht wie
die anderen Männer nach der damals aufgekommenen
bequemen, englischen Mode, sondern so, wie es vorher
in Frankreich Brauch gewesen war. Sie nannten es
damals bei uns in Deutschland d l Werther: im
blauen Frack, in Kniehosen, kurzen Stiefeln und weitem
Hemdkragen, wobei es ihn nicht anfocht, daß er
damit in Gesellschaft und mehr noch auf der
Straße auffiel.
Als einmal bei uns ein Fremder darüber eine
spottende Bemerkung machte, entgegnete ihm mein
Vater: ,Herr Courville sei allerdings in gewissem
Sinne ein Sonderling, ein Original, aber ein so
durchaus ehrenwerther, unterrichteter und vortrefflicher
Mann, daß man ihn in seinen kleinen Grillen ge-
währen lassen müsse. Nun hatte ich es also endlich
ganz heraus: Ein Original war ein vortrefflicher
Mensch, der Grillen hatte, und den man gewähren
lassen mußte. Warum auch nicht?!

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Seine Schuhe und Schnallen und die feierlichen
Escarpins und seidenen Strümpfe thaten ja Keinem
was zu Leide, und er that Allen zu Liebe, was er
nur wußte und konnte.
Je älter ich wurde, um so bessere Freunde wurden
wir, wenngleich meine Vorstellungen von Josias immer
öfter wechselten. In der Zeit, in welcher ich anfing,
die preußische Geschichte zu lernen und die Reihen-
folge der Kurfürsten und Könige mit Selbstbewußt-
sein am Schnürchen herzuzählen, war er mir eine,
Zeitlang zu einer historischen Person geworden, weil
sein Vater eine Domäne des alten Fritz verwaltet,
weil einer von Ziethens Husaren, der Major Graf
Josias v. Dubimin, sein Pathe gewesen war, und
weil der alte Fritz, als er seine Domäne einmal be-
sucht, mit dem kleinen Josias gesprochen und ihm
für sein dreistes Antworten einen Dukaten geschenkt
hatte, den er dann zum Andenken an den großen
König unter den anderen-Berloques an seiner Uhr trug. -
Dann wieder hatte er mich angezogen, weil er
im Gespräch bisweilen schöne Verse anführte,-in

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welchen von Liebesleid und Liebesfreud, von Tod und
Seligkeit die Rede war.- Man nannte ihn und diese
Verse sentimental. Sie klangen aber gut, ich behielt
sie gut, und da Josias doch einmal ein Original war,
das Grillen haben durfte, so konnte er ja auch die
Grille haben, sentimental zu sein, wenn's ihm gefiel.
Ich hätte nur gern wissen mögen, weßhalb er eben
ein Original geworden sei.
Einmal, als eine größere geladene Gesellschaft
bei uns versammelt war, erschien natürlich auch Josias
in aller seiner Pracht. Bei seinem Eintreten war von
irgend einer neu übersetzten indischen Dichtung die
Rede, von der Seelenwanderung, wie die Inder sie sich
wworwärts und rückwärts bildend gedacht, und mein
Vater bemerkte scherzend, er werde danach wohl an
einen geheimen Zusammenhang zwischen sich und den
Elephanten denken müssen, weil ihm der Reis fast
die liebste Speise sei.
Daß mein schöner, schlanker Vater so Etwas von
sich sagen konnte, das verdroß mich; aber wie ich mir
den Josias darauf ansah, dachte ich, daß der wohl


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von solchem gutmüthigen Riesenthiere stammen könne;
und während das Märchenhafte jener religiösen Vor-
stellung meine Phantasie lebhaft beschäftigte, blieb mein
Auge doch, als hätte ich es nicht allezeit gesehen, an
dem kleinen goldenen Ohrring haften, den Josias in
dem linken Ohre trug, und ich fand das plötzlich
lächerlich. Denn außer an den Schiffsknechten, welche
die Kähne draußen bei uns am Spreeufer vorwärts -
stießen, und an einzelnen Handwerkern hatte ich an
Männern einen Ohrring noch nicht wahrgenommen.
Kaum also entstand eine Pause in der Unter-
haltung, so hielt ich mit der Frage nicht zurück:
, Josias, nimm's nicht übel, Du bist ja doch kein
gemeiner Mann, weßhalb trägst Du denn den Ohr-
ring ?
,Das thut unser guter Josias wohl seiner Augen
wegen!'' bedeutete mich die Mutter an seiner Statt,
,es ist gut gegen Augenschmerzen !'' - und sie glaubte
das vielleicht wirklich.
,Nein, Madame, nein !'' fiel Josias ihr aber in
das Wort. ,WZozu eine Unwahrheit in diesem Falle?-

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Meine Augen sind gesund, mein Kind ! Der Ohr-
ring ist ein Souvenir, eine gsgge ä' ammdur !''
Und wieder befand ich mich vor einem Räthsel! --
Es war, das merkte ich, kein, Fertigwerden mit Josias!
Wie konnte meine Mutter sagen, daß ein Souvenir,
eine gszge ä'srour ein Mittel gegen kranke Augen
sein sollte? Aber in der That hielt man damals das
Tragen eines Ohrringes noch für ein Heilmittel gegen
manche Kopfbeschwerden; ich hatte es nur unter unseren
Bekannten nie gesehen. Und während also mein
Freund mir komisch vorkam mit seinem Auspuh, ge
wann er doch an dem Abend wieder einen Stein bei
mir im Brett. Denn weil es mich bereits verdroß,
wenn man mein allerdings oft ungehöriges Gefrage
mit Ausflüchten und Halbheiten abspeisen wollte, wußte
ich es dem guten Josias doppelt Dank, daß er dies
nicht zugegeben und mir die ehrliche Wahrheit ge-
sagt hatte.
Seine Wahrhaftigkeit hatte ich übrigens auch sonst
schon rühmen hören, wie denn Alle nur Gutes von ihm
sagten. Man nannte ihn einen erprobten Landwirth,

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obschon er kein Gut besaß, sondern das von seinem
Vater ererbte verkauft hatte. Einen tüchtigek Ge-
schäftsmann hießen sie ihn, aber er betrieb kein eigenes
Geschäft. Er lebte als ein reicher Privatmann in
seinem schönen Hause, unfern von dem Predigerhause
der französischen Kolonie, und machte von seinen Zin-
sen einen guten Gebrauch. Er war wohlthätig für
die Armen, verwaltete als Rendant die Armenpflege
der französischen Gemeinde unentgeltlich und übte in
weitem Kreise eine feine, vornehme Gastlichkeit aus.
Er war eben ein ganz vortrefflicher Mann; nur
der Ohrring hatte mir in dem Nebermuth meiner Jus
gend den guten sentimentalen Elephanten nun einmal
komisch gemacht, und den Eindruck wurde ich eine Zeit
hindurch nicht los, wie sehr die Männer ihn auch
achteten, wie gern die Frauen auch mit ihm verkehrten.
Von den Frauen aber verdiente er das allerdings
in höchstem Grade, denn kaum ein Anderer war für
sie so aufmerksam als er; und man lebte damals
doch noch in den Zeiten, in welchen die Männer
um die Gunst der Frauen sich durch Zuvorkom-
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menheit gegen sie und ihre Neigungen und Wünsche
bemühten, während heut zu Tage die Rollen allmälig
gewechselt zu werden scheinen, und es die Männer
sind, welche immer mehr von den ihnen zu gefallen
bestrebten Frauen umworben werden.
Man mußte den Josias an den großen Ehren-
tagen sehen! An dem Geburtsfest meiner Mutter, an
dem Hochzeitstage meiner Eltern oder beim Jahres-
wechsel!-- Der Hausfrau bei sohchem Anlaß nicht mit
einem schönen Strauß aufzuwarten, ihr zum Neu-
jahr nicht einen jener künstlich gemalten Neujahrs-
wünsche zu üüberreichen, der, mehrfach zu ziehen, jedes
Mal eine Neberraschung in galanten Versen und Sinn-
bildern enthüllte, das hätte Josias sich nicht verziehen;
und wie für unsere Mutter, war er aufmerksam auch
für die Frauen seiner anderen Freunde.
Er war dann womöglich mit doppelter Sorgfalt
gekleidet. Sein Taschentuch duftete nach ssu äe mille
keurs, seine Handschuhe waren von leuchtendem
Weiß. Er hielt den Strauß oder den Neujahrswuunsch
so behutsam zwischen den beiden Fingern, als sei es

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eine Ehre für ihn, das Geschenk zu berühren, das
huldigend darzubringen er gekommen war; und die
Art und Weise, in welcher er dann die Hand der von
ihm verehrten Frau an seine Lippen drückte, während
er seine schönen braunen Augen zu ihr erhob, war
ihm auch ausschließlich zu eigen und komisch. - Jetzt
in der Erinnerung kommt mir das alles schön und rüh-
rend vor, wenn es den Jungen auch altmodisch er-
scheinen mag, ich bin ja aber auch schon altmodisch ge-
worden. Und besser als das zutappsige Handschütteln,
mit welchem heut zu Tage die Männer den Frauen, alt
und jung - sie nennen's d larglsäise - so zu sagen
,,auf Du und Du'' begegnen, war die alte Mode
formvoller Huldigung gewiß! Daß der Josias es
dabei vielleicht ein wenig übertrieb, weil er ein Original
war, dafür konnte er ja nicht.
Aber -= noch einmal! weßhalb war er ein Original
geworden?-- Die Frage beschäftigte mich, je mehr
ich heranwuchs, um so mehr, und Niemand gab mir
darauf Antwort.
pggMgggggg